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24.08.2012

Japanischer Trend "Cosplay" kommt nach Pforzheim

Naraku Brock aus Ispringen ist eine Cosplayerin. Cosplay ist ein japanischer Trend, der mehr und mehr auch die deutsche Gesellschaft erreicht. Die Abkürzung stammt vom englischen „costume play“, also Kostümspiel.

Bildergalerie: Japanischer Trend "Cosplay" kommt nach Pforzheim

Die Fans lesen nicht nur Mangas (japanische Comics), sondern nähen die Kostüme ihrer Helden und schlüpfen in deren Rollen.

Es ist wie eine andere Welt. Hier tragen Frauen Schneckenhäuser und Schmetterlinge auf dem wallenden Haar, dazu märchenhafte Kleider. Cosplay ist ein Trend, bei dem Menschen in die Kleidung von Comicfiguren, Fabelwesen oder Videospielhelden schlüpfen.

Eigentlich studierte Naraku Brock (25) Schmuckdesign, doch ihre wahre Leidenschaft gilt seit über zehn Jahren Cosplayerin ihrem extravaganten Hobby.

Das heißt: In ihrer Freizeit schlüpft sie in verschiedene Charaktere aus Comics, Filmen und Computerspielen, inklusive passender Frisuren und Kostüme. Weder Zeit noch Kosten scheut sie. Mittlerweile hat sie über 100 Outfits selber genäht und gibt Workshops für Gleichgesinnte.

Bei einem Spaziergang in der Pforzheimer Fußgängerzone zieht Naraku viele neugierige Blicke auf sich. Aus den Blicken entwickeln sich schnell Gespräche. Die Menschen sind neugierig auf das Kostüm. Viele lassen sich sogar mit ihr fotografieren.

Fotografieren kann man Naraku und ihre Freunde auch außerhalb von Pforzheim. Sie treffen sich auf Messen, sogenannten Conventions oder treten bei Turnieren und Wettbewerben gegeneinander an. Die Zahl der Fans und Freunde des Cosplay nehmen stetig zu.

International ist das Hobby schon mehr bekannt. Naraku hat ein Ziel: Viele Conventions in möglichst vielen Ländern besuchen.