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03.04.2009

Jetzt gibt auch Landrat Röckinger Gas für die Datenautobahn

ENZKREIS. So schnell kann aus einer Debatte, die Landrat Karl Röckinger noch Donnerstag als Phantomdiskussion bezeichnete, eine ernsthafte Auseinandersetzung über schnelle Internetanschlüsse im Enzkreis werden. Am Freitag machte Röckinger eine Kehrtwende, nachdem er bisher gemeint hatte, das Landratsamt müsse nicht mehr in die Offensive gehen, um mit den Gemeinden bessere Wege zur Datenautobahn zu erreichen.

Nun zieht er mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum an einem Strang – beide laden gemeinsam zu einem Internetgipfel am 29. April ein. Krichbaum hatte den Landrat gedrängt, bei der Versorgung mit leistungsfähigen Netzanschlüssen richtig Gas zu geben.

Dass das Landratsamt federführend für die Städte und Dörfer im Enzkreis die Bemühungen für den Ausbau der Breitbandnetze koordinieren soll, dafür hatten sich auch der FDP-Landtagsabgeordnete Rülke sowie die Kreistagsfraktion der SPD eingesetzt. Landrat Röckinger hat „nach einem konstruktiven Gespräch“ mit Krichbaum vereinbart, dass sich das Landratsamt mit hochrangigen Vertretern am Internetgipfel beteiligt: „Die Wirtschaftsbeauftragte des Landratsamtes, Kerstin Tron, sowie der Dezernent für Finanzen und Service, Frank Stephan, werden dort über die Breitbandinitiative des Enzkreises berichten.“

Röckinger und Krichbaum wollen mit den Bürgermeistern der Enzkreis-Kommunen „gemeinsam neue Strategien für eine bessere Breitbandversorgung erarbeiten“. Mit von der Partie beim Gipfeltreffen im Turm der Sparkasse in Pforzheim ist auch das Beratungsunternehmen, das die Landräte in den Kreisen Calw und Freudenstadt als Partner für die Gemeinden ins Boot geholt haben.