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Einen ausdruckstarken und temperamentvollen Konzertauftritt hatte die Hamburger Klezmerband „Mischpoke“ mit Alexander Hopff, Friederike von Oppeln, Maria Rothfuchs, Cornelia Gottesleben und Frank Naruga (von links) in der Ispringer Siloah-Kirche.  manfred Schott
Einen ausdruckstarken und temperamentvollen Konzertauftritt hatte die Hamburger Klezmerband „Mischpoke“ mit Alexander Hopff, Friederike von Oppeln, Maria Rothfuchs, Cornelia Gottesleben und Frank Naruga (von links) in der Ispringer Siloah-Kirche. manfred Schott
19.05.2016

Jiddische Klänge in Ispringer Gotteshaus

Ispringen. Die Hamburger Klezmerband „Mischpoke“ begeisterte die voll besetzte evangelisch-lutherische Siloah-Kirche in Ispringen bei ihrem Konzert mit dem Motto „Oyf A Zunikn Veg“. Auf ihrem „sonnigen Weg“, einer Tournee durch Süddeutschland, hatte es sich die seit dem Jahr 2000 bestehende Band, allesamt Profi-Künstler, nicht nehmen lassen, auch im Heimatort ihrer Kontrabass-Solistin Maria Rothfuchs ein Konzert zu geben.

Beim Auftritt waren dabei: Alexander Hopff (Piano, Akkordeon, Gesang), die Geigerin Cornelia Gottesleben, die Klarinettistin Friederike von Oppeln, Gitarrist Frank Naruga und Kontrabassistin Maria Rothfuchs. Wie Rothfuchs erzählte, steht die Musik der „Mischpoke“ (bedeutet Familie – Verwandtschaft, die sich liebt und auch zankt und immer wieder zusammenkommt) in der jiddischen Tradition. Auch die Lieder werden auf Jiddisch gesungen.

Sänger und Klavier- und Akkordeon-Virtuose Alexander Hopff machte deutlich, dass Jiddisch eine Weltsprache und kein Dialekt ist. Jiddisch ist eine aus dem Mittelhochdeutschen entwickelte, heute noch lebendige Sprache der Juden, mit slawischen und hebräischen Wortteilen durchsetzt.

Auch war zu hören, dass „Klezmer“ eine althebräische Wortzusammensetzung ist, die als „Gefäß der Musik“ gedeutet wird und auch den Musiker und diese Musik bezeichnet, die ursprünglich eine fröhliche Hochzeitsmusik war.

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