nach oben
In der Altensteiger Eichwaldhalle zeigten die jungen Forscher ihre Arbeiten.
In der Altensteiger Eichwaldhalle zeigten die jungen Forscher ihre Arbeiten.
26.02.2018

„Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Nordschwarzwald in Altensteig

Altensteig. Bereits seit zehn Jahren ist die Stadt Altensteig Gastgeber des „Jugend forscht“-Regionalwettbewerbs Nordschwarzwald. Hauptverantwortlich für die Organisation der Veranstaltung mit rund 100 Schülern ist die Patenbeauftragte Petra Rauser.

Von der Brezel beim Pressegespräch über die Unterkunft für die Teilnehmer bis zur Einteilung der Stände reiche ihr Aufgabengebiet, sagt Rauser. Sie arbeitet als Assistentin des Bürgermeisters bei der Altensteiger Stadtverwaltung – und beginnt mit der Organisation teilweise bereits ein knappes Jahr vor dem Wettbewerb, der wieder in der Eichwaldhalle stattfand. Von den 100 Kindern und Jugendlichen, die bei dem Wettbewerb mitmachten, mussten 60 in Altensteig untergebracht werden. Schließlich sind unter anderem Jungforscher aus dem Zollernalbkreis und dem Kreis Tübingen dabei. Und da die Veranstaltung für die Teilnehmer bereits am Donnerstag begann, gab es für Rauser umso mehr zu regeln.

So hatte sie bereits vor mehreren Monaten Betten in der Jugendherberge reserviert; die genaue Anzahl an Übernachtungsgästen wusste die Patenbeauftragte aber erst seit dem 13. Januar. Zudem mussten Sozialpädagogen als Betreuer engagiert werden. „Da muss man schon fast ein Jahr vorher die Fühler ausstrecken“, so Rauser. Ähnliches gelte für die Organisation der Feierstunde, bei der die Sieger gekürt wurden: „Wenn man einen Künstler engagieren will, braucht man dem ein Vierteljahr vorher nicht mehr zu kommen.“ Auch galt es, für die Zeit zwischen den Programmpunkten Freizeitangebote zu organisieren – und das für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 21 Jahren. „Da will nicht jeder unbedingt eine Lesemaus basteln“, so Rauser.

Indes blieben einige der Preise des diesjährigen Regionalwettbewerbs gleich in der Gastgeber-Stadt: Sean Mast, Jakob Schanz und Niels Thieme vom Christophorus-Gymnasium hatten sich im Fachgebiet Arbeitswelt mit dem Thema „Feinstaub im Klassenzimmer“ beschäftigt und erhielten dafür den Nachwuchs-Innovationspreis. Den zweiten Platz im Fachgebiet Technik belegten Julia Rothe und Hanna Skobowsky, ebenfalls vom Christophorus-Gymnasium: Sie hatten eine Apparatur zur Messung der Schnittfestigkeit von Gelee entwickelt. Sie probierten dafür verschiedene Konstruktionen mit Gewichten, Bügeln und Messern aus. Herausforderungen seien etwa verbogene Drähte gewesen, wie Hanna erzählte.

Was die Jury wohl vor allem begeisterte: Die beiden jungen Frauen hatten für ihr Experiment drei physikalische Größen eingeführt: Einschneidekraft, Durchschneidekraft und Gelee-Härte. „Wir wollten nur die Durchschneidekraft ermitteln und haben noch viel mehr entdeckt“, erzählte Hanna. Zudem betonte sie: „Ich finde, dass wir der Beweis dafür sind, dass Frauen und Technik zusammen funktionieren. Den zweiten Platz im Fachgebiet Technik teilen sich die beiden mit ihren Schulkameraden Leon Unnasch und Silvan Lipinski: Sie haben einen schwimmfähigen Roboter in der Form einer Ente gebaut, der nach dem Prinzip der Biomechanik konstruiert ist.