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Zu Verzögerungen kam es bei den Umbauarbeiten im „Rössle“. Im Bild (von links): Raffael Biscardi und Beate Deidesheimer vom Sperlingshof und Hausbesitzer Clement Deeg mit Robin Haaf und Samir Craciui. Fotos: Ketterl, Archiv
Zu Verzögerungen kam es bei den Umbauarbeiten im „Rössle“. Im Bild (von links): Raffael Biscardi und Beate Deidesheimer vom Sperlingshof und Hausbesitzer Clement Deeg mit Robin Haaf und Samir Craciui. Fotos: Ketterl, Archiv
Eine vom Sperlingshof betreute Wohngruppe für unbegleitete, jugendliche Flüchtlinge soll im März im Dietlinger „Rössle“ einziehen. Allerdings müssen zuvor die Umbauarbeiten abgeschlossen sein.
Eine vom Sperlingshof betreute Wohngruppe für unbegleitete, jugendliche Flüchtlinge soll im März im Dietlinger „Rössle“ einziehen. Allerdings müssen zuvor die Umbauarbeiten abgeschlossen sein.
21.01.2016

Jugendliche Flüchtlinge sollen im März im Dietlinger „Rössle“ einziehen

Klargestellt hat am Donnerstag das Amt für Baurecht und Naturschutz des Landratsamts, dass die im Kelterner Gemeinderat geäußerten Bedenken hinsichtlich des Dietlinger „Rössle“-Umbaus für unbegleitete, jugendliche Flüchtlinge nicht geteilt werden.

Wolfgang Kummer unterstrich, dass die Kritikpunkte Brandschutz und Stellplätze zum Bauordnungsrecht zählten. Der Kelterner Gemeinderat könne sich aber im Anhörungsverfahren lediglich zu bauplanerischen Aspekten äußern. Hinsichtlich der im Gemeinderat geforderten Stellplätze bestehe bei der alten Immobilie Bestandsschutz. Wenn der zweite Rettungsweg realisiert werde, könne das Projekt verwirklicht werden. Dass dieser Rettungsweg in den Innenhof ins Leere laufe, sei unzutreffend. Der Hof verfüge über eine türgesicherte Anbindung nach außen und führe dabei nicht über ein fremdes Grundstück.

Vertagt hatte der Kelterner Gemeinderat das Thema „Rössle“ am Dienstagabend. Dem Antrag auf Nutzungsänderung der ehemaligen Fremdenzimmer im Ober- und Dachgeschoss des früheren Gasthauses wurde somit das Einvernehmen zunächst versagt. Bekanntlich soll in dem Traditionsgebäude an der Westlichen Friedrichstraße 1 in Dietlingen eine vom Remchinger Sperlingshof betreute Wohngruppe aus unbegleiteten, jugendlichen Flüchtlingen einziehen.

Gemeinderat Manfred Dengler (Grüne) berichtete in der Ratssitzung, es gebe in Keltern das Gerücht, der Sperlingshof habe an dem erwähnten Projekt am Standort Dietlingen möglicherweise kein Interesse mehr. Die Verwaltung, so Dengler, möge diesem Hinweis nachgehen. Auf PZ-Nachfrage unterstrichen am Donnerstag Beate Deidesheimer von der Geschäftsleitung und der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Referent Jochen Essig, dass der Sperlingshof an dem Projekt festhalte. Man sei guten Mutes, dass die Jugendlichen im März das Gebäude beziehen könnten. Tatsächlich hätten die Stellungnahmen der Fachbehörden zu Verzögerungen beim Umbau geführt. Ursprünglich hätte die Gruppe bereits im Oktober kommen sollen.