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30.06.2009

Junge Frau wurde erwürgt - Polizei sucht Ex-Freund

CALW. Neue Details im Althengstetter Mordfall: Die Obduktion durch die Tübinger Gerichtsmedizin hat am Dienstag ergeben, dass die in der Nacht zum Montag tot in einem Rapsfeld bei Althengstett aufgefundene 23-jährige Frau am Sonntag erwürgt wurde. Das könnte auf eine Beziehungstat hindeuten, und in der Tat sucht die Polizei nach dem früheren und inzwischen flüchtigen Lebenspartner des Opfers, einen 45-jährigen Kurden.

Die erwürgte Frau wurde zuletzt am Sonntag um 13.30 Uhr vor dem Bistro „Landsknecht“ in Althengstett gesehen. Dort stieg sie in einen silbergrauen VW Golf Kombi ein. Solch ein Auto gehört dem mit dem Tatverdächtigen verwandten Arbeitgeber. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann mit jenem Golf Kombi mit dem Kennzeichen KA-FD 395 auf der Flucht ist. Laut Polizei liegen Hinweise vor, dass der frühere Freund des Opfers wegen „persönlicher Beziehungen“ nach Italien in den Bereich von Mailand geflüchtet sein könnte. Seinen Wohnsitz hat der Mann hat in Schramberg im Landkreis Rottweil.

Der 45-Jährige ist für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt. Er ist wegen Gewaltdelikten vorbestraft. Die junge Frau hatte mehrere Jahre mit dem Tatverdächtigen in Schramberg zusammengelebt, bevor sie sich von ihm getrennt hat. Seit etwas mehr als einer Woche war sie als Bedienung im Gasthaus „Landsknecht“ an der Hauptstraße in Althengstett bei Calw beschäftigt, wo sie auch wohnte. Vieles deutet demnach auf eine Beziehungstat hin.

Folgende Fragen sind nach wie vor für die Kriminalpolizei von besonderer Bedeutung:
Wer hat das Opfer am Sonntag nach 13.30 Uhr in Althengstett oder Umgebung noch gesehen?
Wer hat den silberfarbenen VW Golf-Kombi mit KA-Kennzeichen in der Nähe von Althengstett gesehen?
Wer hat am Sonntagnachmittag verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Rapsfeldes im „Hauweg“ gesehen?
Hinweise werden an die Kripo Calw, Telefon (07051) 161-0, erbeten.