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Fingerspitzengefühl ist gefragt: Luka Weigert (links) führt seine erste Bohrung unter Anleitung von Bauforscher David Grüner selbst durch.  Foto: Dast-Kunadt 
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Analysieren den Bohrkern ganz genau: David Nonnemann, Jugendbauhüttenleiter Baden-Württemberg, Luka Weigert, der ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege absolviert, und Bauforscher David Grüner (von links).  Foto: Dast-Kunadt 
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Je mehr, desto besser: Mindestens 60 Jahresringe sollte ein Bohrkern haben. Dieser hat 80 bis 120 Ringe.  Foto: Dast-Kunadt 
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Fertigen eine Skizze des Kirchendachstuhls an: Helen Hümmer (Vordergrund) und Annika Weinand.  Foto: Dast-Kunadt 

Junge Leute auf Spurensuche unterm Kirchendach in Bad Wildbad

Bad Wildbad. Es ist dunkel, kalt und zugig auf dem Dachstuhl der evangelischen Stadtkirche in Bad Wildbad. Das scheint jedoch die elf jungen Leute der Jugendbauhütte Baden-Württemberg kaum zu stören. Aufmerksam lauschen sie den Ausführungen des Bauforschers David Grüner vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.

Akribisch und mit ruhiger Hand analysiert er gemeinsam mit den jungen Leuten, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Denkmalpflege absolvieren, den ersten Bohrkern. Den haben sie dem alten Gebälk der Hängewerkskonstruktion aus der Mitte des 18. Jahrhunderts kurz zuvor entnommen.

„In einer Bohrung sollten mindestens 60 Jahresringe enthalten sein“, erläutert Jugendbauhüttenleiter David Nonnemann. Je mehr desto besser. Denn anschließend werden im Labor die Bohrkerne mit Unmengen von vor allem Wetterdaten abgeglichen, die im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen worden sind. „Auf diese Weise kann man gut bestimmen, aus welcher Zeit und von welchem Ort das Holz für den Dachstuhl stammen muss“, so Nonnenmann weiter.

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