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Ducken sich ins tiefe Gras: die Rehkitze.  Foto: Moritz 

Kameras sollen im Kreis Calw Rehkitze finden und retten

Kreis Calw. Im Mai und Juni werden normalerweise die Rehkitze gesetzt. Sie legen sich gerne in Wiesen und bei drohender Gefahr drücken sie sich flach in den Boden. Zeitgleich ist der Frühsommer aber auch die Zeit, in der die Landwirtschaft die erste Mahd durchführt. Die Kreisjägervereinigung Calw mit der Vorsitzenden Elke Marko verfolgt das Ziel, möglichst viele dieser Kitze vor dem Mähtod zu retten.

Rehkitze können verschiedene Gefahrenquellen nicht wahrnehmen. Sie flüchten nicht. Dank der typischen weißen Punkte auf dem Rücken und dem fehlenden Eigengeruch sind sie gut vor Räubern getarnt, aber meist auch für den Landwirt mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

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Region

Drohnen mit Wärmebildkameras schützen Rehkitze im Kreis Calw vor dem Mähtod

Die Kreisjägervereinigung Calw gründete im März das Team „Kitzrettung“ aus freiwilligen Helferinnen und Helfern. Peter Schäfer, Abteilungsleiter Landwirtschaft und Naturschutz vom Landratsamt Calw, begrüßt dieses Projekt und sichert Unterstützung zu.

Das Konzept sieht vor, dass künftig Wiesen und landwirtschaftliche Flächen durch Drohnen mit Wärmebildkameras abgesucht werden. Diese Methode ist, insbesondere auf großflächigen Wiesen, viel effizienter und erfolgversprechender als das herkömmliche Absuchen der Wiesen. Diese Einsätze sind für betroffene Landwirte und Revierpächter kostenfrei und werden von der KJV Calw getragen.

Weitere Informationen gibt es bei Simon Metz, Obmann der Kitzrettung, unter Telefon (07052) 9343632.