nach oben
Auch die Kapfenhardter Mühle beteiligt sich an den Energie-Erlebnistagen. Philipp Mönch zeigte, wie vor Ort Energie gewonnen wird. Foto: Recklies
Auch die Kapfenhardter Mühle beteiligt sich an den Energie-Erlebnistagen. Philipp Mönch zeigte, wie vor Ort Energie gewonnen wird. Foto: Recklies
18.09.2016

Kapfenhardter Mühle setzt auf erneuerbare Energie

In der Unteren Kapfenhardter Mühle setzt man schon seit vielen Jahren auf regenerative Energie. „Müller haben ja schon immer die Wasserkraft genutzt“, sagt Philipp Mönch, der am Wochenende anlässlich der Energie-Erlebnistage eine ganze Reihe von Besuchern über Mühlengelände führte, um den Interessierten vor Augen zu führen, dass man für den Betrieb von Mühle und Hotel längst nicht nur auf die Wasserkraft setzt, mit der über zwei Turbinen schon seit vielen Jahren auch Strom gewonnen wird.

Zudem kommt ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk zum Einsatz, mit dem das Hotel von April bis August komplett mit Strom und Wärme versorgt werden kann. Darüber hinaus gibt es eine Holzheizung und bereits seit Mitte der 70er-Jahre setzt man auch auf Wärmepumpen im Bachlauf. „Selbst bei null Grad Wassertemperatur lässt sich damit noch Wärme gewinnen“, erklärt der Müllermeister Philipp Mönch, dem es ein Anliegen ist, dass der Familienbetrieb heute und in Zukunft auf umweltfreundliche Energiegewinnung setzt. Die ebenfalls vorhandene Ölheizung sei – wenn überhaupt – nur wenige Tage im Jahr in Betrieb. Der Umwelt und der Tradition wegen. Auch über den Einbau einer Biogasanlage habe man sich bereits Gedanken gemacht.

Allerdings stehe man da bislang vor größeren Hürden. Zum einen gebe es keine Anlagen, die klein genug wären, zum anderen könne aufgrund rechtlicher Bestimmungen nicht alles, woraus Biogas gewonnen werden könne, in einer solchen Anlage verwendet werden. So müsse man die Essenreste aus dem Gastronomiebetrieb anderweitig entsorgen. Einziger Trost für Philipp Mönch: Auch aus ihnen wird Biogas gewonnen.