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Karl-Heinz Zeller am Steuer eines Elektrofahrzeugs des Landratsamts: Der Umweltdezernent wird am Montag in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Seibel
Karl-Heinz Zeller am Steuer eines Elektrofahrzeugs des Landratsamts: Der Umweltdezernent wird am Montag in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Seibel
01.10.2015

Karl-Heinz Zeller tritt ab: Abschied für den Umwelt-Steuermann

Ganz leicht ist es nicht, nach einer so langen Zeit im Enzkreis nicht mehr vorne mitzumischen. Aber Umweltdezernent Karl-Heinz Zeller sucht einen „sanften Übergang“, in den Ruhestand wie er sagt, ehe er am kommenden Montag im Landratsamt verabschiedet wird. Der 65-Jährige bleibt zunächst noch für weitere zwei Jahre als Co-Geschäftsführer der Hamberg Deponie Gesellschaft einem seiner wichtigsten Verwaltungsthemen verbunden: der Abfallwirtschaft.

Dezernent einer Kreisverwaltung – das ist zunächst nichts, mit dem Bürger sofort etwas verbinden. Bei Zeller aber liefen viele Aufgaben zusammen, die im Alltag aller eine Rolle spielen. Als der Kreis 1988 die Biotonnen einführte zum Beispiel, hieß der zuständige Dezernent bereits Zeller. Er war gefragt, wenn es um Müllgebühren ging. Oder in jüngerer Zeit um die Häckselplätze. Letztere sind ein Beispiel dafür, dass Verwaltungsentscheidungen sehr emotionale Auswirkungen haben können. Auch wenn die Frage, wer wo wie viel Grüngut anliefert, durch viele eherenamtliche Platzpaten in ruhigeres Fahrwasser gebracht worden sei.

Karl-Heinz Zeller war gerne Verwaltungsmann. Das Arbeitsklima im Landratsamt sei außerordentlich gut. Das habe man gemerkt als Sonderbehörden wie Forst oder Landwirtschafts- oder Veterinäramt unters Dach des Kreises gekommen wären – auch in seinen Arbeitsbereich.

Welche Weichenstellungen er als besonders wichtig erlebt hat? Dass die Kliniken nicht an einen privaten Träger verkauft worden seien, zählt Zeller auf. Dass in den letzten Jahren die Müllgebühren immer wieder gesenkt werden konnten. Und dass der Enzkreis für sein Klimaschutz-Engagement aus dem Stand den European Energy Award ergattert hatte - beispielgebend sei mit Elektro-Fahrzeugen, Gebäudesanierungen und vielem mehr.

Und der Ruhestand? Er freue sich darauf, seine drei Enkelkinder öfter sehen zu können. Und die Kicker des CfR Pforzheim. Zeller war Ende der 1980-er Jahre Vorstandsfunktionär beim Vorgängerclub FCP. „Und ich habe noch keine Holzhofluft geschnuppert“, sagt er. Auch seine technische Hilfe für Kambodscha bleibt ein Herzensanliegen.