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Kreiskämmerer Ragnar Watteroth referiert über die aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis Karlsruhe und die Auswirkungen auf Karlsbad.  Foto: Weber
Kreiskämmerer Ragnar Watteroth referiert über die aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis Karlsruhe und die Auswirkungen auf Karlsbad. Foto: Weber
20.11.2015

Karlsbad erhält weitere Gemeinschaftsunterkunft

Karlsbad. „Wir wollen die Menschen so unterbringen, dass wir es gemeinsam tragen können. Um hier eine sachliche Diskussion zu erreichen, ist mir eine große Transparenz sehr wichtig“, so Karlsbads Bürgermeister Jens Timm zum Auftakt des Bürgerinformationsabends im Zusammenhang mit der Aufnahme von weiteren rund 120 Flüchtlingen. Sein Dank galt dem „Runden Tisch Asyl Karlsbad“ für das große ehrenamtliche Engagement. Der Andrang war groß, über 400 Einwohner kamen in die Schelmenbuschhalle.

Anders als im Frühjahr 2014, als es im Vorfeld der Belegung des Hotel „Maxx“ im Ittersbacher Gewerbegebiet mit Asylanten zu Protesten und zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kam, halten sich jetzt die kritischen Stimmen in Grenzen.So sollen noch vor Jahresende im Gewerbegebiet „Schießhütten-Center“ an der Ortsausfahrt in Langensteinbach Richtung Autobahn 100 bis 120 Flüchtlinge untergebracht werden.

Der Landkreis Karlsruhe hat für diese Gemeinschaftsunterkunft das Gebäude eines früheren Fliesenfachgeschäftes, später Firma Steininger, für drei Jahre angemietet, wie Kreiskämmerer Ragnar Watteroth berichtete. Hier sollen durch ein Trennwandsystem abgeschlossene Räume für jeweils acht bis zehn Personen entstehen. Gleichzeitig wird es einen Küchenbereich für die Selbstversorgung geben.