760_0900_116436_Spielplatz_2.jpg
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Zustand der oft sehr strapazierten Spielgeräte bezüglich ihrer Sicherheit.  Foto: Weber 

Karlsbads Spielplatzkonzept: Freiräume für die ganze Familie

Karlsbad. Keine Frage, die Wiedereröffnung der Spielplätze Anfang Mai nach der Corona bedingten mehrwöchigen Sperrung war für viele Eltern und Kinder eine Erleichterung. Dies trotz nach wie vor bestehender Zugangsbegrenzungen und Abstandsregelungen. Auch in Karlsbad wird vor Ort mit Hinweisschildern darüber informiert.

Die während der diesjährigen Sommerferien wohl mit deutlich weniger Reisen erhöhte Bedeutung der öffentlichen Spielplätze auch in Karlsbad, ist allerdings nur eine Seite der Medaille, wie das Gespräch mit den Verantwortlichen des Garten- und Umweltamtes der Gemeinde verdeutlichte. Seit Jahren ist man kontinuierlich damit befasst, diese öffentlichen Anlagen attraktiv auszugestalten. Soweit es die Flächen zulassen, wurden ansprechende Sitzgruppen als Aufenthaltsbereich für die ganze Familie installiert. Wichtig sei laut Bürgermeister Jens Timm, dass die Anlage bezüglich der Geräte Ausstattung auch für Kleinkinder nutzbar sind.

Die zuordenbaren Personalkosten für die Karlsbader Spielplätze liegen bei rund 200.000 Euro jährlich und für die Beschaffung neuer Spielgeräte sind jeweils zwischen 25 000 Euro und 50 000 Euro im Haushalt eingestellt. Hinzu kommen etwa 25.000 Euro für Reparaturen der Geräte und die Sanierung, beziehungsweise den Materialaustausch wie Sand oder Holzhackschnitzel in den Spielzonen. Laut Thomas Anderer, für diesen Bereich verantwortlich, verfügt Karlsbad in seinen fünf Ortsteilen aktuell über immerhin 27 öffentliche Spielplätze mit einer Gesamtfläche von rund 3,7 Hektar (ohne die Spielbereiche in den neun Kitas). „Die Ausstattung orientiert sich zunächst an der Größe, aber auch an den topographischen Bedingungen“, betont Anderer. Bei den schneearmen Wintern konnte man in den letzten Jahren schon fast eine ganzjährige Nutzung registrieren. In der Kernzeit von Mai bis einschließlich Oktober sind zehn Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes mit Mäharbeiten, Reinigungsarbeiten auf dem Gelände und in den Sandzonen sowie mit Materialergänzungen bei den Hackschnitzelflächen befasst. Zur Standard-Ausstattung zählen Schaukeln, Rutschen, Kletter- und Karussellgeräte und Sandzonen. In Ittersbach und Spielberg gibt es außerdem eine 30-Meter Seilbahn.