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Endlich frei: Tierarzt Dr. Axel Sieger bekommt Konrad nach einer kurzen Betäubung aus seinem Verlies heraus. Foto: Tilo Keller
Nichts geht mehr für den Stubentiger: Kater Konrad steckt zwischen Haus- und Garagenwand fest und kann sich nicht mehr befreien. Feuerwehr und Tierarzt müssen zu Hilfe eilen. Foto: Tilo Keller
01.11.2018

Kater Konrad steckt fest: Feuerwehr und Tierarzt retten hilfloses Tier

Remchingen. Familie Reichert hat am Dienstagabend bei der Rückkehr nach Hause schnell gemerkt, dass etwas nicht stimmte. „Unser Kater Konrad erkennt das Geräusch unseres Autos normalerweise sofort und kommt hergerannt“, sagen die Besitzer. Am Dienstag fehlte das Tier, das der Familie vor zehn Jahren zugelaufen war und seitdem treu sein kleines Revier unmittelbar um das Haus in Nöttingen durchstreift. Konrad sei keiner, der weit herumtigert. Also machten sie sich auf die Suche und hörten den Kater bald Jammern...

Neben dem Wohnhaus ist später eine Garage angebaut worden. Zwischen den Wänden blieb ein schmaler Spalt, der nach hinten zu immer enger wird. Und genau dorthinein hatte sich Konrad manövriert.

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Es war eine ausweglose Lage für das Tier. Und die Besitzer hatten keine Chance, es zu erreichen. Zu Hilfe eilte kurz nach 19 Uhr die Remchinger Feuerwehr, die schnell erkannte, dass sie noch die Unterstützung des eigenen Rüstwagens mit dem ganz schweren Handwerksgerät brauchte, wie Kommandant Marc Unger sagt. Denn der Weg zu Konrad war kompliziert. An einem früheren Kellerfenster sägten die Feuerwehrleute ein Metallgitter ab – fortan konnten sie den Kater berühren, aber aus dem Spalt herausholen konnten sie ihn immer noch nicht. Unger befürchtete schon, dass man ein Loch in den Garagenboden meißeln müsse. Doch vorher alarmierte er noch Tierarzt Dr. Axel Sieger. Der schaffte es schließlich mit einer kurzen Betäubung, dass sich der Kater so entspannte, dass in Sieger durchs Fenster heben konnte.

Bildergalerie: Die emotionale Rettung von Kater Konrad

Tags darauf ging es Konrad laut Familie Reichert gut: „Nur nach draußen zieht es ihn noch gar nicht – lieber schläft er noch ein bisschen im Haus.“

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