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15.02.2019

Kein großer Schnitt: Vortrag über minimalinvasive Eingriffe

Karlsbad. Der Einsatz eines künstlichen Gelenks ist für viele Menschen mit Gelenkerkrankungen oft die letzte Möglichkeit, Lebensqualität und Mobilität zurückzugewinnen. Heute setzen Ärzte die künstlichen Gelenke über möglichst kleine Zugänge ein. Lange, große Schnitte sind nur noch selten notwendig. Für wen diese OP-Verfahren infrage kommen, darüber informiert der Gesundheitstreff am Donnerstag, 14. Februar, um 19 Uhr am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach. Den Vortrag hält Christian Neuhäuser, Chefarzt der Orthopädie und Endoprothetik.

Für Menschen mit fortgeschrittenen Gelenkerkrankungen sind Dinge wie Schnürsenkel binden, in der Hocke arbeiten oder die Treppe in den Keller meist eine schmerzhafte Herausforderung. Sind alle konservativen Maßnahmen wie beispielsweise Physiotherapie oder Medikamente ausgeschöpft, kommen operative Therapieansätze in Betracht.

Früher war der Einsatz eines künstlichen Gelenks mit einer langen Rehabilitationsphase verbunden. Bis zu 30 Zentimeter lange Schnitte waren notwendig. Heute wenden erfahrene Operateure minimalinvasive Verfahren an, wann immer es möglich ist. Dabei drücken sie die Muskeln mithilfe spezieller Instrumente und Techniken zur Seite. Es gibt mehrere minimalinvasive Verfahren, die sich vor allem durch die verwendeten Prothesen und den Zugangsweg des Operateurs durch das Gewebe unterscheiden. Aber nicht für jeden sind minimalinvasive Techniken geeignet. Vorerkrankungen, Körperbau und Alter sind wichtige Kriterien. Bei der Entscheidungsfindung für die Art des Eingriffs und der Suche nach einem erfahrenen Operateur sind neben Vertrauen vor allem die Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung einer Institution ausschlaggebend.

Die Steigerung der Behandlungsqualität und Patientensicherheit für den Bereich der Endoprothetik hat sich die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie zur Aufgabe gemacht. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelte die Gesellschaft das EndoCert-Verfahren, das weltweit erste Zertifizierungssystem in der Endoprothetik. Im Juni 2018 wurde die orthopädische Abteilung des SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach als EndoProthetikZentrum rezertifiziert. Damit ist das Krankenhaus eines von nur zwei EndoProthetikZentren im Landkreis Karlsruhe, die das EndoCert-Siegel besitzen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Weg zum Vortragsraum ist ausgeschildert.pm