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Die katholische Kirche in Bilfingen ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen der Gemeinde geworden.  privat, archiv
Die katholische Kirche in Bilfingen ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen der Gemeinde geworden. privat, archiv
19.05.2016

„Keine 08/15-Kirche“: Bilfingen feiert 50-jähriges Bestehen der Dreieinigkeitskirche

Kämpfelbach-Bilfingen. Vor 50 Jahren wurde der Bau der neuen katholischen Kirche in Bilfingen abgeschlossen und das Gotteshaus der „Heiligsten Dreieinigkeit“ geweiht. Ein halbes Jahrhundert später ist die „Dreieinigkeitskirche“, wie sie allgemein genannt wird, längst zu einem Wahrzeichen der Gemeinde im Kämpfelbachtal geworden.

Schon von einiger Entfernung ist die Kirche auf der Anhöhe über dem Ort zu sehen. Sowohl die markante Silhouette als auch die Gestaltung des Innenraumes sind bemerkenswert. Architektonisch wurde die Kirche der Wallfahrtskapelle von Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp nachempfunden, die vom Architekten Le Corbusier entworfen wurde, weiß Heimatforscher Michael Mutschelknauß. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte es Pläne für einen Kirchenneubau in Bilfingen gegeben. Die Jahrhunderte alte Johanneskirche am Ortsausgang in Richtung Königsbach war doch sehr beengt.

„Es wurde ein Kirchenbauverein gegründet und Geld für einen Neubau gesammelt. Der Erste Weltkrieg jedoch machte die Pläne vorerst zunichte, und in der Inflation verlor das angesparte Geld seinen Wert“, berichtet Pfarrgemeinderat Jürgen Simon. Die Platzsituation in der Johanneskirche verschärfte sich dramatisch nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele Heimatvertriebene katholischen Glaubens aus den Ostgebieten des damaligen Deutschen Reiches hinzukamen. Die Johanneskirche bot nur rund 240 Plätze für die 1300 Katholiken von Bilfingen und 567 Katholiken aus Königsbach, so die Zahlen im Jahr 1950.

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