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Blick auf Straßen und Fahrzeuge, die am 5. Oktober 2010 im ungarischen Devecser nach einem Chemieunfall von rotem Schlamm bedeckt sind.
Keine Gefährdung durch Giftschlämme im Enzkreis
07.10.2010

Keine Gefährdung durch Giftschlämme im Enzkreis

ENZKREIS. Eine rote Giftschlammlawine hat zwei Dörfer in Ungarn verwüstet. Vier Menschen starben, nachdem der Damm eines Speicherbeckens in einem Aluminium-Werk gebrochen ist. Für den Enzkreis schließt Umweltamtsleiter Axel Frey eine solche Katastrophe aus. „Im Enzkreis gibt es überhaupt keine offenen Lagerstätten für wassergefährdende Stoffe wie die Schwermetallschlämme in Ungarn", so Frey.

Die Vorschriften für Betriebe, in denen derartige Schadstoffe anfallen, seien in Deutschland inzwischen sehr streng. Allerdings gebe es im Enzkreis stellenweise noch Probleme mit dem Stoff CKW im Grundwasser, der früher in metallverarbeitenden Betrieben zur Entfettung von Materialien verwendet wurde. "Das wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen", so Frey. ben