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Über feuchte Dämpfe, die zum Beispiel beim Duschen entstehen, können Legionellen mit der Atemluft in den Körper gelangen und dort zur Legionärskrankheit führen.
Über feuchte Dämpfe, die zum Beispiel beim Duschen entstehen, können Legionellen mit der Atemluft in den Körper gelangen und dort zur Legionärskrankheit führen. © Symbolbild: dpa
03.11.2014

Keine Legionellen im Trinkwasser in Bretten - Hallenbad gesperrt

Bretten. Aufatmen bei den Bürgern in Bretten: Es gibt keine Legionellen im Brettener Trinkwasser, weshalb es bedenkenlos getrunken werden kann. Und: Vom aktuellen Befall mit Legionellen ist ausschließlich das Hallenbad Bretten betroffen. In Absprache mit dem Gesundheitsamt werde das Hallenbad erst wieder eröffnet, wenn absolut sichergestellt sei, dass keine Gefahr für die Gäste bestehe, vermeldet Stefan Kleck, Geschäftsführer der Stadtwerke Bretten GmbH.

Die Schließung des Bades sei eine reine Vorsichtsmaßnahme zur Sicherheit unserer Gäste, so Kleck. Und: „Auch wenn eine erhöhte Konzentrationgemessen wurde, so sind die Werte noch weit von den Konzentrationen entfernt, die bei den letzten großen Ausbrüchen in Ulm (2010) oder Warstein (2013) geherrscht haben.“ Der aktuelle Legionellenbefall sei voraussichtlich auf die Baumaßnahme im Hallenbad zurück zu führen, da es in diesem Zusammenhang Abschnitte des Rohrnetzes im Bad gebe, die nicht permanent von frischem Wasser durchflossen würden. Bei entsprechender Temperatur könnten sich in diesen Abschnitten Legionellen vermehren. Inzwischen seien entsprechende Gegenmaßnahmen und Umbauten ergriffen worden, so Kleck.

Legionellen sind Bakterien und gelten unter anderem als Auslöser für die Legionärskrankheit, die vor allem durch eine Lungenentzündung gekennzeichnet ist. Eine Infektion mit Legionellen ist nur über das Einatmen von mit Schwebeteilchen angereicherter Luft möglich, was zum Beispiel beim Duschen oder bei Klimaanlagen geschehen kann. Legionellen vermehren sich vor allem in stehendem Wasser bei einer Temperatur von 30 bis 50 Grad Celsius. Der Vermehrung von Legionellen kann man vor allem durch thermische Desinfektion mit 70 Grad heißem Wasser vorbeugen oder durch eine chemische Desinfektion, die jedoch als dauerhafte Maßnahme nicht zugelassen ist.