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Keltern erwartet Kultusministerin Warminski-Leitheußer.
Keltern erwartet Kultusministerin Warminski-Leitheußer © dpa
Keltern erwartet Kultusministerin Warminski-Leitheußer.
Keltern erwartet Kultusministerin Warminski-Leitheußer © Bechtle
14.09.2011

Keltern erwartet Kultusministerin Warminski-Leitheußer

KELTERN. Am 23. September kommt Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) in die Sport- Mehrzweckhalle Keltern-Dietlingen, um mit den Eltern über die Chancen der Gemeinschaftsschule zu diskutieren.

Doch die Rahmenbedingungen für dieses neue Angebot in Baden-Württemberg sind noch längst nicht definitiv abgesteckt. Wie intensiv die Diskussion geführt wird, wurde erst vor wenigen Tagen durch eine Stellungnahme der GEW-Landesvorsitzenden Doro Moritz deutlich, die vor „Schnellschüssen“ beim Start der Gemeinschaftsschule warnte. Für den Pilot-Start im Jahr 2012 wünsche sie sich etwa 15 bis 20 Modellschulen und nicht mehr. Tatsächlich aber haben sich mittlerweile schon über 100 Kommunen beworben. Dazu zählt auch die Gemeinde Keltern, die nach einem Gespräch im Kultusministerium einen Antrag auf den Weg gebracht hatte (PZ berichtete). Nach Ansicht von Bürgermeister Ulrich Pfeifer ist die Gemeinschaftsschule, „die Chance, auf die Keltern gewartet hat“.

Die Gemeinde Keltern will ab dem Schuljahr 2012/2013 eine Gemeinschaftsschule realisieren. Sollte Keltern nicht zu den Pilot-Kommunen im Land zählen, die zu diesem Zeitraum schon zum Zug kommen und erst zum Schuljahr 2013 2013/2014 die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule möglich werden, soll zunächst zum Schuljahr 2012/2013 die Kelterner Hauptschule zur Werkrealschule weiterentwickelt werden. Das hat der Gemeinderat bei vier Enthaltungen seitens der CDU-Fraktion beschlossen. Bei der CDU hatte es Bedenken gegeben, ob den Eltern das Pilot-Projekt Gemeinschaftsschule rechtzeitig vermittelt und schmackhaft gemacht werden könne, wenn die Landesregierung über die Eckdaten vergleichsweise spät informieren sollte. Gemeinderat Hermann Becker (CDU) sprach von einer „Schnellschussgefahr“, so lange nichts klar sei. Die Eltern müssten erst genau wissen, auf was sie sich einließen. Gemeinderat Manfred Dengler (Grüne) widersprach: Die Landesregierung habe ein Interesse daran, rechtzeitig über die neuen Bestimmungen zu informieren. Diese Einschätzung vertrat auch Bürgermeister Pfeifer. Gemeinderat Dieter König (SPD) verdeutlichte, dass es im Kern darum gehe, die neue Gemeinschaftsschule attraktiv zu gestalten.