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Angehoben wird in Keltern die Wassergebühr. Sie steigt um acht Cent auf 1,84 Euro pro Kubikmeter. Oliver Berg, dpa/lnw-Archiv
Angehoben wird in Keltern die Wassergebühr. Sie steigt um acht Cent auf 1,84 Euro pro Kubikmeter. Oliver Berg, dpa/lnw-Archiv
16.12.2015

Kelterner Gemeinderat stimmt für Anhebung der Niederschlags- und der Wassergebühr

Jeweils einstimmig hat der Kelterner Gemeinderat die neue Kalkulation der Abwasser- und Wassergebühren für das kommende Jahr beschlossen.

Nach Darstellung durch Alexander Beil von der Kommunal-Beratung Kurz GmbH aus Oedheim votierte der Gemeinderat dafür, die Schmutzwassergebühr mit 2,04 Euro pro Kubikmeter beizubehalten und die Niederschlagsgebühr um zwei Cent auf 0,26 Euro pro Quadratmeter anzuheben. Einmütig war das Bild auch bei der Erhöhung der Wassergebühr. Diese wird zu Jahresbeginn teurer – und zwar um acht Cent. Sie beträgt dann 1,84 Euro pro Kubikmeter. Die Besonderheit der beiden Tagesordnungspunkte bestand darin, dass die Verwaltung dafür eine Sondersitzung des Gemeinderats einberufen musste, denn am Freitag tagt der Rat zur Jahresabschlusssitzung ohnehin noch einmal und somit zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Bürgermeister Steffen Bochinger erläuterte, dass der Beschluss nun umgehend gefasst werden müsse, um in den Gemeindenachrichten noch rechtzeitig im alten Jahr veröffentlicht werden zu können.

Anja Jost (Grüne) zeigte sich in der Aussprache irritiert vom Vorgehen der Verwaltung. Ihr sei zu Ohren gekommen, dass die Verwaltung bereits vor der Sondersitzung die Druckvorlage an den betreffenden Verlag übermittelt habe. Somit werde die Abstimmung im Gremium gewissermaßen zur Farce. Man stimme über etwas ab, was die Verwaltung im Vorfeld bereits als vollzogen gemeldet habe. Die Gemeinderätin unterstrich, dass sie nichts inhaltlich gegen den Beschluss habe, es aber um eine formelle Kritik gehe: „Ich habe ein Problem damit.“ Der Rathauschef bestätigte den Vorgang, sah darin aber nichts Verwerfliches. Es sei nur darum gegangen, dem Verlag mehr Zeit zu verschaffen, das Vorgehen sei mit ihm abgestimmt. Tatsächlich könnte bis zur Drucklegung noch alles rückgängig gemacht werden. Wozu angesichts der einmütigen Abstimmungsergebnisse schließlich keine Notwendigkeit bestand.