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Zu wenig Schüler: In Dietlingen droht im Sommer nächsten Jahres, dass dem Schulstandort Dietlingen von Amts wegen der Status der Hauptschule abgesprochen wird. Damit würde dann allerdings Platz zur Verfügung stehen, um die beiden Grundschulen in Keltern am Standort im Speiterling (siehe Bild) zusammenzuführen. Foto: Bechtle, Archiv
Zu wenig Schüler: In Dietlingen droht im Sommer nächsten Jahres, dass dem Schulstandort Dietlingen von Amts wegen der Status der Hauptschule abgesprochen wird. Damit würde dann allerdings Platz zur Verfügung stehen, um die beiden Grundschulen in Keltern am Standort im Speiterling (siehe Bild) zusammenzuführen. Foto: Bechtle, Archiv
25.11.2015

Kelterner Schullandschaft soll neu geordnet werden

Basisdemokratie in Keltern sah am Dienstagabend im Kelterner Gemeinderat wie folgt aus. In einer von der Verwaltung vorgenommenen Umfrage hatten sich über 90 Prozent der infrage kommenden Eltern gegen die Einführung einer Ganztagesgrundschule und für die Beibehaltung der flexiblen Kernzeitenbetreuung mit Nachmittagsangeboten ausgesprochen.

Zwar akzeptierte der Gemeinderat diese eindeutige Willensbekundung der Elternschaft. Allerdings verbanden die Fraktionen von Grünen, SPD und FWG dies mit dem Hinweis, man hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht, wobei aus pädagogischer Sicht die Vorzüge einer Ganztagsgrundschule hervorgehoben wurden.Hermann Becker (CDU) sprach von einem klaren Votum der Eltern, das die CDU vorbehaltlos respektiere.

Da die Hauptschule in Keltern ein Auslaufmodell ist, wird sich der Gemeinderat auf den ersten Sitzungen im neuen Jahr mit spannenden Fragen beschäftigen, etwa, ob der Grundschulstandort Ellmendingen aufgelöst wird und somit die Räumlichkeiten in Dietlingen zum zentralen und somit einzigen Schulstandort avancieren. In diesem Fall wäre es denkbar, am alten Standort in Ellmendingen einen für diesen Ortsteil zentralen, gemeindlichen Kindergarten einzurichten. Dazu müsste man in Verhandlungen mit der evangelischen Kirchengemeinde einsteigen, um den Kindergarten Otto-Maurer-Straße zu übernehmen und die Kinder dann in die neue zentrale Einrichtung einzubinden.

Im Gremium gibt es allerdings auch Vorbehalte. Zwar sprach sich der Gemeinderat einmütig dafür aus, über die genannten Themen 2016 zu diskutieren, allerdings könne es zu einem Grundsatzbeschluss nur kommen, wenn Nutzungs- und Raumkonzepte hinlänglich demonstriert würden und auch über die Kosten Klarheit bestehe.