760_0900_92204_MiN_Spende_Mosterei_Keltern_01.jpg
Kelterns großzügiges Mosterei-Team und Vertreter der bedachten Organisationen: (von links stehend) Gerlinde Fassnacht, Rolf Pfeffer, Manfred Seemann, Bürgermeister Steffen Bochinger, Dieter Knäble, Wolfgang Schroth, Alexander Heilemann und Petra Allion. Vorne von links: Werner Schnitzer, Jasmin Haiber und Heidi Kunz. Foto: Meyer

Kelterns Mosterei-Team spendet über 10.000 Euro an gute Zwecke

Keltern. Obst ist gut für Menschen. Das gilt gemeinhin als Binsenweisheit – aber selten trifft es so buchstäblich zu wie bei dem sozialen Engagement des ehrenamtlichen Kelterner Mosterei-Teams um Manfred Seemann, Jasmin Haiber, Dieter Knäble, Werner Schnitzer und Wolfgang Schroth.

Die ungewöhnlich vielen Früchte dieses Jahres auf den Streuobstwiesen der Region haben ihnen nicht nur über 900 Stunden Arbeit in der alten Kelter am Gemeindebauhof beschwert – sie können dieses Jahr über 10.000 Euro für soziale Zwecke spenden. Bei der Übergabe im Rathaus in Kelterns Ortsteil Ellmendingen dankte Alexander Heilemann, PZ-Redakteur und Beisitzer im Vorstand von „Menschen in Not.“ Die Hilfsinitiative erhielt einen Anteil von 2500 Euro. Geld, das dem Verein hilft, große Vorhaben zu unterstützen wie beispielsweise die Pforzheimer „Suppenküche plus“, die Bedürftigen dreimal wöchentlich warmen Eintopf bietet, oder auch einzelnen Menschen in Notlagen direkt unter die Arme zu greifen.

Vom Engagement der Saft-Experten profitieren auch der Ambulante Hospizdienst westlicher Enzkreis, die Sozialen Dienste Straubenhardt Keltern, der Arbeitskreis Heimatpflege und Kunst in Keltern (AHK) und die SWR-Aktion Herzenssache. Der Obstsegen hat natürlich zuvor vielen Menschen aus einem weiten Umkreis um Keltern jede Menge Saft eingebracht. Zwischen 70.000 und 80.000 Liter hätten sie in diesem Herbst gekeltert, schätzt Seemann. Darunter waren 6500 bis 7000 Bag-inBox-Kartons, in die der durch Erhitzung als Apfelsaft haltbar gemachte Most abgefüllt wird.