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Wenn es nach den Grünen im Gemeinderat ginge, würde der Kelterner Teil des bestehenden Interkommunalen Gewerbegebiets Dammfeld ausgebaut beziehungsweise an der Regelbaumstraße ein neues Areal untersucht. Foto: Ketterl, Archiv
Wenn es nach den Grünen im Gemeinderat ginge, würde der Kelterner Teil des bestehenden Interkommunalen Gewerbegebiets Dammfeld ausgebaut beziehungsweise an der Regelbaumstraße ein neues Areal untersucht. Foto: Ketterl, Archiv
22.10.2015

Kelterns spannende Suche nach neuen Gewerbegebieten

Der neu aufzustellende Flächennutzungsplan der Gemeinde Keltern verspricht spannend zu werden. An einem Beispiel wird das besonders deutlich: und zwar an der Frage, wo neue Gewerbegebiete entstehen könnten. Nach ausführlicher Diskussion fügte der Kelterner Gemeinderat den bisher untersuchten Standorten noch zwei weitere Varianten hinzu.

Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des bestehenden Interkommunalen Gewerbegebiets (IKG) Dammfeld sowie um einen gänzlich neuen Standort entlang der Regelbaumstraße Richtung Autobahn. Die Besonderheit bei der Abstimmung über den Aufstellungsbeschluss: Die zusätzlichen Varianten waren auf Antrag von Walter Appenzeller und Manfred Dengler (beide Grüne) eingebracht worden. Eben diese beiden Ratsmitglieder enthielten sich dann aber der Stimme beziehungsweise votierten dagegen, während sich CDU, FWG, SPD und Rolf Mertz von den Grünen mit dem Aufstellungsbeschluss anfreunden konnten.

Erklären ließ sich dieses Verhalten von Appenzeller und Dengler nur damit, dass in der Abstimmung eine Differenzierung nach einzelnen Standortvorlieben nicht mehr möglich war. So hatte Dengler aus Gründen der Verkehrsbelastung Ellmendingens beispielsweise erhebliche Vorbehalte gegen eine Erweiterung des Niebelsbacher Gewerbegebiets Grenzsägmühle und hätte am liebsten eine vorzeitige Streichung des Standorts „Unteres Täle“ gehabt. Wobei die Variante „Unteres Täle“ im Süden der Landesstraße Richtung Niebelsbach den von der Gemeinde beauftragten Büros realistischer erscheint, als der nördliche Bereich „Untere Hafengrub“, denn diese Variante würde die räumliche Trennung von Ellmendingen und Niebelsbach aufheben.

Chancenlos erscheint eine Erweiterung des Gewerbegebiets Rait-Kempf entlang der Landesstraße am Ortsausgang von Dietlingen Richtung Pforzheim. Dieses Areal liegt voll im einem landschaftlich schützenswerten Bereich. Realistische Chancen wiederum kämen einer Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets Unter Bruch außerhalb von Ellmendingen zu. Auf der gegenüberliegenden Seite der Landesstraße unterhalb von Dietenhausen könnte die Erweiterung „Zirkel/Schützenpfad“ entstehen. Die Planer in Form der Ingenieure Lars Petri vom Büro Pröll-Miltner und Bärbel Schlosser vom Büro Bioplan bescheinigen diesem Standort sogar eine hohe Eignung. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.