nach oben
Eine Option: Auf das Gelände der historischen Grenzsägmühle könnte der Betrieb des Weinguts Kelternwein verlagert werden. Der alte Betriebsschuppen müsste dann weichen. Foto: Seibel
Eine Option: Auf das Gelände der historischen Grenzsägmühle könnte der Betrieb des Weinguts Kelternwein verlagert werden. Der alte Betriebsschuppen müsste dann weichen. Foto: Seibel
17.05.2017

Kelternwein interessiert sich für Betriebsgelände der alten Grenzsägmühle

Es waren nur wenige, kurze Sätze, die Bürgermeister Steffen Bochinger unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben am Dienstagabend im Kelterner Gemeinderat kundtat: Doch dahinter verbergen sich höchst interessante Bauprojekte. So wird das Gewerbegebiet Grenzsägmühle auf Niebelsbacher Markung möglicherweise sein namensgebendes Ursprungsgebäude verlieren.

Der historische Betriebsschuppen, der heute noch den Schriftzug „Grenzsägmühle Fritz Ganzhorn“ trägt, wird weichen müssen, wenn die Weingut Kelternwein KG die Option tatsächlich umsetzt, sich auf einem Teil des alten Betriebsgeländes anzusiedeln.

In der Tat trägt man sich bei Kelternwein sehr intensiv mit dem Gedanken, den Betrieb an die Grenzsägmühle zu verlagern. Im Gespräch unterstrich die für Vertrieb und Marketing bei Kelternwein zuständige Melanie Frank, dass es dafür mehrere Gründe gebe. Einer bestehe darin, dass die ungehinderte Anlieferung der Weinproduzenten gewährleistet werden könnte. Am neuen Standort würde daher die Traubenannahme organisiert und der Wein auch gelagert. Die gesamte Logistik von Kelternwein könne an dieser Stelle effektiv organisiert werden. Allerdings verwies Melanie Frank auch darauf, dass es sich bislang nur um eine Option handele. Sie unterstrich, dass noch kein Kaufvertrag unterschrieben sei: „Wir sind noch nicht Eigentümer.“ Es müssten vielmehr noch viele Details geklärt werden.

Die Lebenshilfe Pforzheim-Enzkreis wird im Interkommunalen Gewerbegebiet (IKG) Dammfeld eine Werkstatt für Behinderte errichten. Dies hat Geschäftsführer Oliver Keppler auf Anfrage der „Pforzheimer Zeitung“ bestätigt. Zuvor hatte Kelterns Verwaltungschef im Gemeinderat bekannt gegeben, dass sich ein Investor zwei Grundstücke im IKG habe reservieren lassen.Keppler erläuterte, dass die Lebenshilfe-Werkstatt an der Villinger Straße in Pforzheim von Raumnot bestimmt sei. Daher sei daran gedacht, den Produktionsstandort zu verlagern. Ins Auge gefasst habe man das Dammfeld. Dort soll laut Keppler bis Ende 2018 eine Betriebsstätte entstehen, die 120 Behinderten einen Arbeitsplatz anbieten könne. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.