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Ob auf der Deponie Hamberg in Maulbronn Beton vom Kernkraftwerk Philippsburg landen darf, ist umstritten.  Foto: Moritz 

Kernkraftwerk Philippsburg: Schutt von Atomkraftwerk soll in Maulbronn deponiert werden

Enzkreis/Maulbronn. Die Deponie Hamberg in Maulbronn ist Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Enzkreis, dem Land und der EnBW. Es geht um die Frage, ob dort Beton entsorgt werden darf, der beim Abbruch des Kernkraftwerks Philippsburg (KKP) im Kreis Karlsruhe entsteht. Im Detail geht es um sogenannte freigemessene Abfälle (siehe unten). Der Enzkreis möchte das verhindern. Das Umweltministerium Baden-Württemberg, das im Zweifel das letzte Wort hat, sieht die Deponie dafür allerdings als geeignet an. Es ist eine Diskussion, die seit Jahren geführt wird. Doch langsam drängt die Zeit: Der Schutt, der beim Rückbau des KKP entsteht, muss irgendwo entsorgt werden. Hintergrund des Ärgers ist, dass in Maulbronn nicht nur mineralische Abfälle aus dem Enzkreis deponiert werden. Seit Jahren bestehen Verträge, die regeln, dass dort auch Bauschutt aus anderen Gebieten, unter anderem aus dem Landkreis Karlsruhe, entsorgt wird.

Das sagt der Enzkreis: Der Enzkreis ist Eigentümer der Deponie. Der zuständige Dezernent Frank Stephan verweist auf den Abfallschlüssel, der festlegt, welche Stoffe auf der Deponie entsorgt werden dürfen – und welche nicht. Dort sei der Punkt „17 01 01

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