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Symbolfoto: Pixabay
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13.07.2018

Kernzeit und Kindergarten: Mönsheim wird für Eltern deutlich teurer

Mönsheim. Die Gemeinde Mönsheim passt die Gebühren für die Kinderbetreuung zum nächsten Schul- und Kindergartenjahr an. Da die Preise teilweise über lange Jahre unverändert geblieben sind, steigt der Beitrag vor allem für die Kernzeit stark an. „Wir hatten schon bei der Haushaltsplanung angekündigt, dass Änderungen anstehen“, erinnerte Bürgermeister Thomas Fritsch.

Kämmerer Andreas Scheytt legte dem Gremium die Kalkulation für die Kernzeit- und Nachmittagsbetreuung dar. Vorgesehen ist, mit den Elternbeiträgen eine Kostendeckung von 80 Prozent zu erreichen. „Leider ist der Kostendeckungsgrad aufgrund von Personalkosten auf unter 60 Prozent gesunken“, stellte Scheytt fest. In der Kernzeitbetreuung schlug sich diese Berechnung besonders stark nieder, da die neue Berechnung eine Steigerung von 100 Prozent ergibt und statt 20 Euro bisher zukünftig 40 Euro fällig werden.

Doppelter Preis für Kernzeit

Gemeinderat Joachim Baumgärtner (BLM) legte den Ratskollegen eine Steigerung in zwei Schritten nahe. „Bei der Kernzeit sind wir seit zehn Jahren schon zu billig“, mahnte Fritsch und hob hervor, dass man auch mit der Erhöhung weiterhin unter der Kostendeckung bleibe. Die Gebühren für die Kernzeit sind seit dem Schuljahr 2004/05 unverändert, die Nachmittagsbetreuung wurde zuletzt 2012/13 angepasst.

Mit dem Abstimmungsergebnis von sieben Ja- und vier Nein-Stimmen blieb es beim Verwaltungsvorschlag. Das Gremium stimmte ebenfalls einer Steigerung von 50 Prozent für die Hausaufgaben- und die Nachmittagsbetreuung zu, die je nach Bedarf für ein bis vier Tage angeboten werden. Die Hausaufgabenbetreuung dauert bis 15 Uhr, mit der Nachmittagsbetreuung sind die Kinder bis 17 Uhr an der Schule.

Höhere Kindergartengebühr

Zu entscheiden hatte das Gremium auch über die künftigen Kindergartenbeiträge. Für diesen Bereich wird nach der Empfehlung von Kirchen und kommunalen Landesverbänden eine Kostendeckung von 20 Prozent angestrebt. Als Bezugspunkt der Berechnung ging der Kämmerer von einer Betreuung im Kindergarten von fünf Tagen mit verlängerter Öffnungszeit aus. Statt 100 Euro wären dann 120 Euro fällig.

Die übrigen Gebühren wurden im gleichen Verhältnis angepasst. Die Erhöhung soll, ausgehend von den jetzigen Zahlen, in zwei Schritten erfolgen. Die erste Hälfte der angestrebten Erhöhung erfolgt zum kommenden Kindergartenjahr, die zweite Hälfte im September 2019. In zwei Jahren soll dann eine erneute Überprüfung der Elternbeiträge erfolgen.