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Der Wasserturm, ein Wahrzeichen Kieselbronns, erhält eine neue Fassade. Für die Haushalte wirkt sich eine weitere Investition in der Wasserversorgung stärker aus: eine moderne Technik zum Messen des Wasserverbrauchs. Foto: Seibel, Archiv
Der Wasserturm, ein Wahrzeichen Kieselbronns, erhält eine neue Fassade. Für die Haushalte wirkt sich eine weitere Investition in der Wasserversorgung stärker aus: eine moderne Technik zum Messen des Wasserverbrauchs. Foto: Seibel, Archiv
10.03.2016

Kieselbronn macht sich flüssig _ Geld für die Wasserversorgung

Nachdem in der vorangegangenen Ratssitzung am 24. Februar alle Detailfragen zum Haushaltsentwurf 2016 geklärt wurden, verabschiedete der Kieselbronner Gemeinderat den Etat samt Wirtschaftsplan für den Wasserversorgungsbetrieb jetzt ohne weitere Diskussion einstimmig. Im Ergebnishauhalt sind ordentliche Erträge in Höhe von 5,9 Millionen vorgesehen. Dem stehen ordentliche Ausgaben in Höhe 6,4 Millionen Euro gegenüber, was eine Unterdeckung in Höhe von 460.000 bedeutet. Diese Lücke soll mit Geld aus dem Ersparten abgedeckt werden. Je nach Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens könnte die Rücklagenentnahme auch geringer ausfallen.

Die Hebesätze für die Grundsteuern A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) und B (Grundstücke) wurden jeweils um 20 Punkte angehoben und liegen jetzt bei 340 und 310 Prozent der Steuermessbeträge. Die Gewerbesteuer bleibt bei 340 Punkten. Es sind keine Schuldenaufnahmen vorgesehen. Zum Jahresbeginn wurden auch die Entwässerungsgebühren und die Hundesteuer angehoben. Wie Bürgermeister Heiko Faber und Kämmerer Wolfgang Grun im Vorbericht zum Etat ausführen, zeichnet sich auf der Ertragsseite gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung ab. Auf der anderen Seite steigt besonders der Aufwand für Abschreibungen kräftig an. Dieser resultiert aus den Investitionen in den zurückliegenden Jahren, wie der Sanierung der Friedenstraße und dem Bau des Multifunktionsgebäudes im Raible.

Bei den Investitionen dominieren Baumaßnahmen mit 1,16 Millionen Euro. Für den Grunderwerb sind 360.000 Euro vorgesehen. Für die Anschaffung von beweglichem Vermögen sind weitere 257.000 Euro eingestellt, darunter ein Feuerwehrfahrzeug, Ausstattung eines EDV-Raumes in der Schule oder Geräte und Mobiliar für den neuen Gemeindebauhof. Beim Eigenbetrieb Wasserversorgung sind für den laufenden Betrieb im Erfolgsplan 233.000 Euro veranschlagt. Im Vermögensplan sind rund 200.000 Euro eingestellt, wobei 100.000 Euro auf die Anschaffung und Installation digitaler Ultraschall-Wasserzähler zum Austausch der bisherigen mechanischen Wasseruhren entfallen.

Wie Bauamtsleiterin Nadine Walz erklärte, haben diese Zähler eine Nutzungsfrist von 15 Jahren statt bisher sechs Jahren und damit weniger Wartungsaufwand. Bei den 950 Wasserzählern in Kieselbronn könnten während der 15-jährigen Betriebsdauer 20.000 Euro eingespart werden. Ein ganz wichtiger Punkt ist die keimfreie Lieferung und Lagerung des Wasseruhrenbestandes durch die Spezialverpackung. Außerdem werden die digitalen Wasseruhren von außen per Funksignal abgelesen. Auch können Wasserverluste durch ihre Messtechnik festgestellt und dadurch zeitnah behoben werden. Darüber ließ sich der Gemeinderat vom Vertreter der Stadtwerke Pforzheim als Betreuungsunternehmen für die Kieselbronner Wasserversorgung und der dänischen Lieferfirma eingehend informieren. Die Vorteile dieser neuen Messmethode haben das Gremium überzeugt, so dass es der Einführung geschlossen zustimmte.