Kieselbronner Haushalt soll trotz erwartetem Defizit verabschiedet werden

Kieselbronn. Der Kieselbronner Gemeinderat akzeptierte nach eingehender Beratung den von Kämmerer Wolfgang Grun vorgelegten Haushaltplanentwurfes 2019 einvernehmlich. Der Etat mit einem Volumen von 6,1 Millionen Euro an ordentlichen Erträgen und 6,6 Millionen Euro an ordentlichen Aufwendungen kann in der kommenden Ratssitzung endgültig verabschiedet werden. Es muss ein Defizit in Höhe von 480 000 Euro ausgewiesen werden. Wie Grun erklärt, hat der markante Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen auf rund 400 000 Euro einen wesentlichen Anteil daran. 2017 lagen diese auf einer Rekordhöhe von knapp 1,9 Millionen Euro. 2018 konnten noch knapp 1,2 Millionen Euro veranschlagt werden. Weiter steigend sei der Anteil an der Einkommensteuer – mit 2,2 Millionen Euro inzwischen Haupteinnahmequelle. Bürgermeister Heiko Faber erklärte, die Ausgaben für Pflichtaufgaben sowie den Erhalt der Infrastruktur würden stetig steigen. Um die Gewerbesteuersituation zu verbessern, sei Kieselbronn an einer baldigen Umsetzung des interkommunalen Gewerbegebietes mit Neulingen in Göbrichen interessiert.

Genehmigt wurden rund 60 000 Euro für die Grundschule. Erfreut nahm der Gemeinderat die Information von Rektorin Carolin Krauth auf, dass im vergangenen Jahr in eine moderne, mediale Ausstattung investiert worden sei. Auch die Feuerwehr bekam ihren Etat von 15 000 Euro bewilligt.

Im Finanzhaushalt wird Kieselbronn zusammen mit den Ausgaberesten aus dem Vorjahr im laufenden Jahr 5,1 Millionen Euro investieren. Schwerpunkt ist dabei der Erweiterungsbau des Kindergartens Regenbogen. Mit den im Gesamthaushalt ausgewiesenen liquiden Eigenmitteln zu Jahresbeginn in Höhe von 6,1 Millionen Euro können die Investitionen finanziert werden.

Gemeinderat Rolf Kugele (SPD) nannte den Haushaltsentwurf „grundsolide und belastbar“. ott