nach oben
16.09.2016

Kieselbronner „Schafhaus“ wird für Flüchtlinge saniert

Kieselbronn. Bereits im vergangenen Jahr stand die Frage Abriss oder Sanierung des östlichen Teils des sogenannten „Schafhauses“ an der Nieferner Straße auf der Tagesordnung des Kieselbronner Gemeinderats. Das Gremium hatte sich, wie Bürgermeister Heiko Faber berichtet, für die Sanierung des nicht mehr bewohnbaren älteren Gebäudeteils als kostengünstigere Variante gegenüber einem Abriss und Neubau entschieden.

Im Erd- und Obergeschoss sollen zusammen vier Wohneinheiten und im Dachgeschoss eine Wohneinheit zwischen 18 Quadratmeter und 55 Quadratmeter nutzbar gemacht werden. Diese Wohnungen werden mit Mitteln aus dem Landesförderprogramm „Wohnraum für Flüchtlinge“ sowie mit Mitteln des Bundes gefördert.

Die Planung führte die Planungsgemeinschaft Wohn-art, Neulingen, durch. Die Überprüfung der Baustatik durch das Ingenieurbüro Weber-Ingenieure, Pforzheim, ergab, dass entgegen der ursprünglichen Annahme, der Dachstuhl abgetragen und komplett erneuert werden muss. Aus der Ende Juli erteilten Baugenehmigung des Enzkreises ergeben sich ebenfalls zusätzliche Auflagen, beispielsweise beim Brandschutz. Gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung in Höhe von 470 000 Euro ergab die jetzt erstellte endgültige Kostenberechnung eine Bausumme in Höhe von 535 000 Euro.

Nach den Ausführungen von Kämmerer Wolfgang Grun hat das Land einen Zuschuss von 116 000 Euro bereits bewilligt. Außerdem können weitere 64 000 Euro Bundesmittel eingesetzt werden. Mit Blick auf die höheren Baukosten werde die Gemeinde einen Erhöhungsantrag stellen, so dass 2018 das Land eventuell weitere 20 000 Euro aus dem Programm „Wohnraum für Flüchtlinge“ zur Verfügung stellen könne. Der Gemeinderat billigte die vorgestellte Kostenberechnung der Architekten und gab grünes Licht für die Ausschreibung der Baugewerke.

Faber gab bekannt, dass die Wohnanlage des Enzkreises für Flüchtlinge an der Bahnholzstraße beim Feuerwehrgerätehaus mit fünf Wohneinheiten inzwischen fertiggestellt ist. Vier Wohneinheiten sind bereits mit Flüchtlingsfamilien aus Syrien belegt.ott