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Übung für den Ernstfall: Florian Jerge in Südtirol. Der 29-Jährige ist zu Ausbildungszwecken immer wieder in der Schweiz, Österreich, Italien, Lichtenstein, Luxemburg, Kroatien und Portugal unterwegs.
Übung für den Ernstfall: Florian Jerge in Südtirol. Der 29-Jährige ist zu Ausbildungszwecken immer wieder in der Schweiz, Österreich, Italien, Lichtenstein, Luxemburg, Kroatien und Portugal unterwegs.
Jerge mit einem Kollegen der kroatischen Feuerwehr: Dem Verein @fire geht es bei seinen Einsätzen auch um den Erfahrungsaustausch mit den Kräften vor Ort.
Jerge mit einem Kollegen der kroatischen Feuerwehr: Dem Verein @fire geht es bei seinen Einsätzen auch um den Erfahrungsaustausch mit den Kräften vor Ort.
04.08.2017

Kieselbronner im Katastropheneinsatz: „Das Leid realisiert man erst danach“

Die zweitgrößte Stadt Kroatiens war zeitweise ohne Strom und Wasser, Außenbezirke mussten evakuiert werden. Split drohte durch die schweren Waldbrände Mitte Juli gar ein Raub der Flammen zu werden. Die Katastrophe konnte dank der Hilfe von Hunderten Feuerwehrleuten, der Armee und Freiwilligen abgewendet werden – darunter Florian Jerge aus Kieselbronn, der mit dem internationalen Katastrophenschutzverein @fire vor Ort war. Im PZ-Interview spricht der 29-Jährige über den Kampf gegen die Flammen, Lichtblicke in schlimmen Situationen und seinen Werdegang zum internationalen Katastrophenhelfer.

PZ: Herr Jerge, Sie haben sich eine Woche lang freigenommen, um mit gegen die jüngsten Waldbrände in Split zu kämpfen. Das klingt nicht gerade nach erholsamen Sommerurlaub.

Florian Jerge: Nein, auf keinen Fall. Wir hatten mit einigen Feuern zu tun.

PZ: Die Lage in und um die zweitgrößte Stadt Kroatiens war zeitweise chaotisch, Kräfte aus vielen Ländern und sogar die Armee wurden zu Hilfe gerufen. Wie muss man sich den Kampf gegen die Flammen vorstellen, wenn die Lage so brenzlig ist?

Florian Jerge: Alle verfügbaren Kräfte aus Kroatien wurden rund um Split zusammengezogen. Um das Feuer zu stoppen, wurden Brandschneißen angelegt. Vom Boden – und aus der Luft mit Löschflugzeugen – wurden die Flammen mit Wasser bekämpft.

PZ: Was war Ihre Aufgabe?

Florian Jerge: Brandschneißen anlegen und am Boden löschen. Wenn es sein musste, Tag und Nacht. Zum Ende hin hat sich die Lage aber durch den einsetzenden Regen und die Arbeit der Hilfskräfte an den Tagen zuvor entspannt.

PZ: Kommt man sich bei solchen Katastrophen auch manchmal hilflos vor?

Florian Jerge: Die betroffenen Menschen sicher, wir Helfer eigentlich nicht, da wir alles geben, um schnell Herr der Lage zu werden.

Das gesamte Interview lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.