nach oben
War es die tief stehende Sonne (Symboldbild), die einem Autofahrer bei Würzbach die Sicht nahm? Er erfasste einen siebenjährigen Jungen, der nach Reanimationsveruchen von Ersthelfern mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste.
War es die tief stehende Sonne (Symboldbild), die einem Autofahrer bei Würzbach die Sicht nahm? Er erfasste einen siebenjährigen Jungen, der nach Reanimationsveruchen von Ersthelfern mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. © dpa
10.02.2011

Kind angefahren und schwer verletzt - Fahrer geblendet?

OBERREICHENBACH-WÜRZBACH. Nach Reanimationsversuchen von Ersthelfern noch an der Unfallstelle wurde ein siebenjähriger Junge aus Würzbach am Mittwochabend von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik in Tübingen geflogen. Er war um 16.55 Uhr etwa 200 Meter vor Würzbach von einem aus Richtung Kreisverkehr kommenden 51-jährigen Honda-Fahrer erfasst worden, als er mit einem sechsjährigen Bruder und einem siebenjährigen Cousin die Kreisstraße K4325 in Richtung Würzbach überqueren wollte. Eventuell könnte die tief stehende Sonne den Fahrer geblendet haben.

Die drei Kinder hatten vorher aus Richtung Kreisverkehr kommend auf dem Feld links neben der Fahrbahn gespielt und wollten nach Hause gehen. Ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Freiwillige Feuerwehr Oberreichenbach-Würzbach waren mit elf Mann und einem Fahrzeug im Einsatz. Die Unfallstelle wurde bis 19 Uhr voll gesperrt. Ein Sachverständiger war noch am Nachmittag an der Unfallstelle.

An dem Unfallwagen entstand Schaden von 4.000 Euro, er wurde zu Untersuchungszwecken von der Polizei sichergestellt. Bei dem Unfallfahrer von Würzbach wurde eine Alkoholüberprüfung vorgenommen. Das Ergebnis lag bei 0,0 Promille.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Sonne zum Unfallzeitpunkt sehr tief stand. Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Umstand unfallursächlich gewesen sein kann. Erst am vergangenen Wochenende gab es in Neulingen einen tödlichen Unfall, bei dem eine Autofahrerin wahrscheinlich wegen der Sonnenblendung auf eine Kutsche gekracht war. Dabei stürzte der Kutscher zu Tode, eine Mitfahrerin wurde lebensgefährlich verletzt.

Im vergangenen Jahr erfasste ein BMW-Fahrer zwei Frauen vor dem Klinikum Pforzheim, weil er wegen der tief stehenden Sonne nichts sehen konnte. In Straubenhardt kam vor rund einem halben Jahr ein Rollerfahrer zu Tode, weil ein Lastwagenfahrer von der Morgensonne geblendet wurde.

Das Polizeirevier Calw bittet unter der Telefonnummer (07051) 161-0 in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise zum Unfallhergang. pol