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Fest im Sattel: Die neue Organisatorin des Ferienprogramms, Denise Flätchen, unternahm mit Tim, Elias und Johannes (von rechts) eine Radtour. Foto: Molnar
Fest im Sattel: Die neue Organisatorin des Ferienprogramms, Denise Flätchen, unternahm mit Tim, Elias und Johannes (von rechts) eine Radtour. Foto: Molnar
04.09.2016

Kinder erkunden mit dem Rad ihre Heimat rund um Straubenhardt

Nach einer halben Stunde ist die „Tour de Straubenhardt“ fast geschafft. Drei von sechs Ortsteilen hat Denise Flätchen bereits mit Tim, Elias und Johannes erkundet. Dass es eine schnelle Tour werden würde, hat sich die Leiterin des Straubenhardter Ferienprogramms gedacht. Schließlich hatten sich nur ältere Jungen angemeldet, die es mögen, schnell voranzukommen.

So wie der elfjährige Elias aus Feldrennach, der Biathlon in Schömberg trainiert. Oder wie der zwölfjährige Johannes aus Lan- genalb, der täglich Fahrrad fährt und gerne Sport an der frischen Luft treibt. Eine Runde um Straubenhardt hat er allerdings noch nie gedreht. Das hat auch den 13-jährigen Tim aus Conweiler gereizt: „Vielleicht finde ich dabei eine neue Strecke.“

Als gebürtige Straubenhardterin musste sich Flätchen kaum vorbereiten, die Schotter-, Wald- und Asphaltwege kennt sie gut. Unterwegs bleibt sogar Zeit, sich über Wappen, Einwohnerzahlen und Vereine auszutauschen. „Wir sind an der schwäbisch-badischen Grenze entlang gefahren“, erzählt Flätchen, die die Tour spontan bis Neuenbürg ausweitet.

Zum ersten Mal hat die ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Haus der Familie das Ferienprogramm organisiert. Die Einrichtung wurde von der Gemeinde wie 2015 mit der Durchführung beauftragt. 25 Aktionen wurden in den ersten und letzten zwei Ferienwochen mit Hilfe von Privatpersonen angeboten. Vereine zu gewinnen sei immer schwieriger, so die Organisatorin. So konnten etwa alte Spiele beim Murmelgolf und Seilspringen neu entdeckt werden. Oft waren es Kleingruppen aus bis zu zehn Kindern, die am Segelfliegen, Papierschöpfen oder Bogenschießen teilnahmen.

Schnell ausgebucht waren vor allem die ganztägigen Wochenangebote wie das Reiten von Jutta Fuchs. „Nächstes Jahr versuchen wir, ein durchgängiges Programm anzubieten“, sagt Flätchen, die sich damit eine höhere Resonanz verspricht. Eine Betreuung von beispielsweise 9 bis 16 Uhr solle für zwei bis drei Wochen abgedeckt werden.