nach oben
Beim Kinderferienprogramm in Niefern-Öschelbronn lassen (von links) Timon (neun Jahre), Lenya (acht Jahre) und Pia (zwölf Jahre) Tiere aus Ton entstehen. Foto: Tilo Keller
Beim Kinderferienprogramm in Niefern-Öschelbronn lassen (von links) Timon (neun Jahre), Lenya (acht Jahre) und Pia (zwölf Jahre) Tiere aus Ton entstehen. Foto: Tilo Keller
24.08.2017

Kinder sind im Ferienprogramm von Niefern-Öschelbronn bei Künstler Joachim Kilian kreativ

Konzentriert sitzen die Kinder rund um den Tisch und modellieren aus Ton ihre Lieblingstiere. Das Angebot von Joachim Kilian gehört zum Kinderferienprogramm der Gemeinde Niefern-Öschelbronn.

„Was sehen wir, was ist wichtig?“, macht Kilian die Kinder zu Beginn der Veranstaltung auf die jeweiligen Besonderheiten der Figuren aufmerksam. Zuvor hatte sich jeder ein Tier aus einem großen Fundus kleiner Plastikfiguren ausgesucht. Nach einer kurzen Einführung machen sich die jungen Künstler an die Arbeit und haben nach einer Stunde bereits die Grundformen aus dem irdenen Material herausgearbeitet, so dass es an die Details gehen kann. „Wenn wir der Schweineschnauze eine Nase geben, dann kann es fast schon grunzen“, scherzt Kilian mit der 12-jährigen Pia aus Niefern. „Schweine sind meine Lieblingstiere“, erklärt die Schülerin ihre Wahl. „Letztes Jahr habe ich einen Igel gemacht“, erzählt die achtjährige Jana aus Niefern, die sich dieses Mal für eine Eule entschieden hat: „Das Töpfern macht mir Spaß und da habe ich gedacht, ich mache das dieses Jahr noch mal.“

Die ebenfalls achtjährige Lenya aus Öschelbronn arbeitet an einem Delfin. „Ich wollte eigentlich nicht unbedingt hierher, aber jetzt finde ich das Töpfern cool“, erklärt sie. Kilian macht die Kinder darauf aufmerksam, sehr sorgfältig zu arbeiten. „Damit die Beine später beim Brennen nicht abbrechen“, erklärt er. „Wenn man den Ton zu lange in der Hand hat, dann wir er zu trocken“, führt er weiter aus und verteilt zwischendurch frisches Material, aus dem die Kinder dann Flossen, Beine, Augen oder sonstige fehlende Details formen und mit den modellierten Körpern verbinden.

Mit Modellierhölzern werden Strukturen in den Ton gedrückt, wie die Rillen des Rückenpanzers einer Schildkröte oder die Stacheln eines Igels. Wichtig ist Kilian, dass die Ergebnisse der Kinder gut aussehen: „Ich möchte nicht, dass das nach einem Jahr weggeschmissen wird. Ich habe Mütter, die früher bei mir in den Kursen waren und jetzt mit ihren eigenen Kindern wiederkommen. Sie sagen, dass sie die Sachen von damals noch haben“, sagt er.

Mindestens zehn Tage müssen Schwein, Delfin, Eule, Krokodil, Schildkröte, Igel und Robbe trocknen, ehe sie in den Brennofen können. In wenigen Wochen können die Kinder ihre beachtlichen Kunstwerke mit nach Hause nehmen und haben eine dauerhafte Erinnerung an den Sommer 2017.