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Kindergarten in Ellmendingen: Wo kann beim 1,4-Millionen-Projekt noch gespart werden?

Keltern. Die Vergaben für den Erweiterungsbau des Kindergartens Pforzheimer Straße in Ellmendingen hat den Kelterner Gemeinderat auch in seiner zurückliegenden Sitzung beschäftigt. Allein sieben Einzelvorschläge umfasste die Verwaltungsvorlage. Und als Michael Trägner (FWG) bereits zu Beginn der Aussprache signalisierte, man wolle in jedem Fall nicht im Paket, sondern über jeden Punkt einzeln abstimmen, war klar, dass sich eine muntere Diskussion entwickeln würde.

Etwa über Teeküche, Wickelkommoden samt Waschbecken oder Zahnputzbecherleisten. Nicht zuletzt stellte sich aufgrund der Anfrage von Trägner heraus, dass auf die Gemeinde ohnehin weitere Anschaffungen zukommen, wenn es um das notwendige, kindergerechte Mobiliar der Einrichtung geht. Mit Innenmöblierung seien also nur die mehr oder minder fest beziehungsweise passgenau mit der Einrichtung verbundenen Elemente gemeint. Auf jeden Fall schloss sich die Ratsmehrheit dem Einzelabstimmungsverfahren an.

Oliver Weik (SPD) meinte hinsichtlich des insgesamt 1,4 Millionen Euro teuren Projekts, dass man die Ganztagsausrichtung im Auge behalten solle und ob es dann wirklich Sinn mache, bei einer Zahnputzbecherleiste für 500 Euro sparen zu wollen? Doch die Mehrheit lehnte diesen Vorschlag ab. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die besagte Installation später nicht doch noch ihren Weg in die Einrichtung finden könne.

Michael Sengle (CDU) fragte nach, ob ein Gründach wirklich notwendig sei, wenn der Großteil der Fläche ohnehin von einer Fotovoltaikanlage eingenommen werde? Bauamtsleiter Michael Mühlen bejahte: Es handele sich um ein Blechdach und die Entwässerung könne durch ein Gründach direkt in den Vorfluter erfolgen. Christin Grüne (Grüne) hätte sich mehr technische Details zur Fotovoltaikanlage gewünscht.

In der Abstimmung wurden folgende Positionen beschlossen: die Photovoltaikanlage mit Akkuspeicher und das Gründach, ein Vordach und eine Sauberlaufzone sowie zwei Pfosten-Riegel-Fassaden. Bei der Teeküche und den Wickelkommoden soll sich die Verwaltung um kostengünstigere Alternativen bemühen. Ob dann die Anschlüsse passen, muss sich weisen. Hoffentlich koste es zum Schluss nicht sogar mehr, äußerte Sengle seine Befürchtung.