nach oben
13.12.2015

Kindergarten in der Ispringer Ortsmitte gefordert

Ispringen. Der katholische Kindergarten „Kraichgaustraße“ wird durch die Gemeinde Ispringen um zehn Krippenplätze für die U-3-Kinderbetreuungerweitert. Auch wird die Infrastruktur im Bestand für Kinder und Personal verbessert. Nachdem Ende Oktober die Rohbauarbeiten zum Preis von 106.000 Euro vergeben wurden, folgte jetzt im Gemeinderat die Vergabe der restlichen 15 Gewerke mit einer Gesamtsumme von fast 230.000 Euro. Die Ausführung erfolgt meist durch Firmen aus der näheren Umgebung.

Bei fünf Gewerken kamen Ispringer Firmen mit ihren preisgünstigsten Angeboten zum Zuge. Architekt Martin Kärcher bezifferte die Gesamtsumme der entstehenden Bauausgaben und Nebenkosten nach dieser Vergaberunde mit knapp 390.000 Euro, wobei behördliche Auflagen mit Kosten von 60.000 Euro enthalten sind. Zusätzliche 25.000 Euro sind für die Möblierung der Räume erforderlich. Pro neu geschaffenem Krippenplatz erhalte die Gemeinde einen Landeszuschuss in Höhe von 12.000 Euro, zusammen also 120.000 Euro.

Mit Blick auf die immer noch knappe Zahl an bereitstehenden Kinderbetreuungsplätzen sprach Gemeinderätin Ursula Nesper-Adelhelm (FWI) davon, dass man sich im Rat derzeit immer von der Situation getrieben fühle. Das würde sich mit der gestiegenen Asylbewerberzahl noch verstärken. „Es wird höchste Zeit, dass wir die Suche nach geeigneten Möglichkeiten für einen Kindergarten im alten Ortskern ergebnisorientiert forcieren“, forderte Nesper-Adelhelm. Gemeinderat Manuel Linkenheil (SPD) will, dass die Ergebnisse von Gutachten über potenzielle Kindergartenstandorte im Ortskern im Gemeinderat beraten werden.