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15.11.2016

Kindergarten und Krippe in Heimsheim werden teurer

Deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen künftig Eltern von Kindergarten- und Krippenkindern. Denn die Stadt Heimsheim stopft derzeit ein Finanzierungsloch von rund 1,22 Millionen Euro, das nicht durch Elternbeträge, Landesmittel und andere Einnahmen zu stopfen ist. Die Schleglerstadt schießt pro Betreuungsplatz rund 6100 Euro im Jahr und rund 550 Euro im Monat zu.

Dies soll sich nun mit der Erhöhung der Elternbeiträge ändern. Der Gemeinderat folgte dabei dem Wunsch des Elternbeirats, die Erhöhung so sozial verträglich wie möglich zu gestalten. Gekippt wurde deshalb der ursprüngliche Plan, die Gebühren für die Kinderkrippe für 2016/17 um 13 Prozent und ein Jahr später erneut um weitere 13 Prozent, also insgesamt um 26 Prozent, verteilt auf zwei Jahre, zu erhöhen. Bürgermeister Jürgen Troll und die Heimsheimer Stadträte folgten nun der Idee der Eltern: Die Erhöhungen der Beiträge für die Kindergärten und den Hort etwas höher zu gestalten und im Ausgleich dazu die Gebühren für die Krippe weniger stark anzuheben.

Der SPD-Fraktion reichte dies nicht. „Die Schere von reich und arm geht immer weiter auseinander. Ich vermisse den Einbau einer sozialen Komponente, die auf das Einkommen der Eltern bezogen ist. 300 Euro für einen Platz in der Kinderkrippe können sich viele nicht leisten“, betonte Rolf Vetter (SPD) und stellte für seine Fraktion einen Antrag, der beim Beitragssatz das Gehalt von Eltern berücksichtigt. Dieser fand jedoch keine Mehrheit. „Wir haben bereits eine soziale Komponente, allerdings nicht nach Einkommen, sondern nach Kinderzahl“, betonte Troll. Eine Regelung nach Einkommen, so waren sich mit dem Heimsheimer Bürgermeister viele Räte einig, bedeute einen hohen Verwaltungsaufwand, aber auch Ungerechtigkeiten.