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31.07.2016

Kindergarten-Gebühren in Karlsbad steigen zum dritten Mal in Folge

Karlsbad. Auch für das Kindergartenjahr 2016/2017 (ab September) werden, wie in den beiden zurückliegenden Jahren, die Elternbeiträge angehoben. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Für über Dreijährige wird eine Steigerung von rund fünf Prozent, für unter Dreijährige von rund sechs Prozent und bei der Kernzeitbetreuung von rund drei Prozent angesetzt. „Je mehr wir diese Bereiche ausbauen, desto aufwendiger werden sie, auch für die Eltern“, betont Bürgermeister Jens Timm.

Die Gebühren für über Dreijährige in der Regelgruppe betragen künftig 116 Euro monatlich (bisher 110 Euro). Bei der verlängerten Öffnungszeit sind 139 Euro (bisher 133 Euro) zu entrichten. Etwas tiefer in die Tasche greifen müssen die Eltern für die Betreuung der unter Dreijährigen. Hier liegen die Gebühren in der Regelgruppe bei 214 Euro monatlich (bisher 202 Euro) und bei den verlängerten Öffnungszeiten bei 255 Euro (bisher 242 Euro).

Laut Hauptamtsleiter Benedikt Kleiner, der zusammen mit Stefanie Kappler von der Kindergartenverwaltung den Gesamtkomplex vorstellte, nähert man sich bei der Versorgungsquote für unter Dreijährige der 75-Prozent-Marke und liegt damit kreisweit mit an der Spitze. Die politische Zielgröße des Landes liegt bei 38 Prozent. Benedikt Kleiner verwies auf die große Angebotsvielfalt und den guten Standard in den Einrichtungen. Dies alles bringt für die Gemeinde allerdings auch einen steigenden finanziellen Aufwand. Sie überwies im Jahre 2015 an die Betreiber der elf Kindergärten für die Personal- und Sachkosten insgesamt knapp 3,5 Millionen Euro.

Davon kamen vom Land 1,7 Millionen Euro Zuschuss. Durch die Kindergartenbeiträge wurden 2015 17 Prozent der Kosten gedeckt. Ein Dorn im Auge ist der Verwaltung ein relativ hoher Anteil von Kindern aus Gemeinden außerhalb Karlsbads. „Trotz des interkommunalen Ausgleichs muss man sich fragen, ob wir uns dies längerfristig leisten können“, gab Kleiner zu bedenken. So beschloss der Gemeinderat, dass künftig die Aufnahme von auswärtigen Kindern von der Verwaltung genehmigt werden muss. i.e.