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Besuch des Vorstands der Kinderhilfe Sri Lanka im Biet im Kinderheim: Walter Bogner, Stephan Laux und Heike Kost (hinten, von links) sowie Monika Laux (vorne kniend) und Anusha Lux (vorne rechts). Foto: Privat
Besuch des Vorstands der Kinderhilfe Sri Lanka im Biet im Kinderheim: Walter Bogner, Stephan Laux und Heike Kost (hinten, von links) sowie Monika Laux (vorne kniend) und Anusha Lux (vorne rechts). Foto: Privat
Anusha Lux, Begründerin der Hilfsinitiative. Foto: Seibel
Anusha Lux, Begründerin der Hilfsinitiative. Foto: Seibel
Große Augen beim Geschenke auspacken: An Pfingsten reisen die Pateneltern vom Biet zu ihren Schützlingen nach Sri Lanka. Foto: Privat
Große Augen beim Geschenke auspacken: An Pfingsten reisen die Pateneltern vom Biet zu ihren Schützlingen nach Sri Lanka. Foto: Privat
Die Mädchen beim gemeinsamen Hausaufgaben machen: Ein Verein aus Neuhausen ermöglicht den Gang zur Schule. Foto: Privat
Die Mädchen beim gemeinsamen Hausaufgaben machen: Ein Verein aus Neuhausen ermöglicht den Gang zur Schule. Foto: Privat
04.09.2015

Kinderhilfe für den Inselstaat: Eine Brücke zwischen Sri Lanka und dem Biet

An diesen Tag erinnert sich wahrscheinlich noch jeder: Am 26. Dezember 2004 erschütterte ein Erdbeben im Indischen Ozean den Inselstaat Sri Lanka. Die Tsunamiwelle kostete allein dort über 30 000 Menschen das Leben. Besonders hart traf es die Kinder, die durch das Unglück ihre Eltern verloren und als Waisen aufwachsen mussten. Diesen Kindern wollte Anusha Lux aus Neuhausens Ortsteil Hamberg helfen. Die gebürtige Sri Lankanerin begann kurz nach der Flutwelle mit der Soforthilfe.

„Ich hatte mir vorgenommen, zwischen Zwei- und Dreitausend Euro zusammenzubekommen“, sagt Lux. Nach zwei Wochen waren es bereits 15 000 Euro. Die Spenden kamen von Privatleuten und Firmen aus Pforzheim und dem Enzkreis. Durch einen Artikel in der „Pforzheimer Zeitung“ waren diese auf Lux’ Soforthilfeaktion aufmerksam geworden. Die 45-Jährige schickte Lebensmittel, Bekleidung und Medikamente nach Sri Lanka. Neuhausens Bürgermeister Oliver Korz vermittelte schließlich den Kontakt zu Gymnasiallehrer Walter Bogner, der sich bereits in Calw für die Menschen auf Sri Lanka engagierte. Mit den übrig gebliebenen 500 Euro von Lux’ Soforthilfeaktion gründeten die beiden am 18. August 2005 die Kinderhilfe Sri Lanka im Biet. Heute gibt es den Verein seit zehn Jahren – und inzwischen hat sich einiges getan.

156 Mitglieder hauptsächlich aus dem Enzkreis, vereinzelt auch von weiter her wie etwa aus München, zählt die Hilfsinitiative heute. Die Vereinszugehörigkeit kostet zwei Euro im Monat, „so viel wie eine Portion Pommes“, schmunzelt Bogner. Der Hilfsverein kommt ohne Verwaltungskosten aus, „somit erreicht jeder gespendete Cent die Menschen“, betont der 63-Jährige.

Seit 2007 ist das Kinderheim als Nichtregierungsorganisation anerkannt. Durch die Vereinsgründung können Bogner und Lux alles von Deutschland aus regeln, fliegen selbst zwei- bis dreimal im Jahr nach Sri Lanka. Seit der Zertifizierung durch die Sri-Lankanische Regierung ist das „Sunrise Children’s Home“ dort als Kinderheim anerkannt. In Deutschland ist Walter Bogner Vorsitzender des Vereins, auf Sri Lanka Anusha Lux von der „Sunrise Children’s Home Foundation“. Das Hauptprojekt des Vereins ist nach wie vor das „Sunrise Children’s Home“.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“.