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Der helle Kirchenraum der Ispringer Siloah-Kirche begeistert Heinz-Jürgen Klutz (links) und Pfarrer Rainer Trieschmann bis heute. Die Entstehung dieses Baus hat eine kämpferische Vorgeschichte. Foto: Ketterl
Der helle Kirchenraum der Ispringer Siloah-Kirche begeistert Heinz-Jürgen Klutz (links) und Pfarrer Rainer Trieschmann bis heute. Die Entstehung dieses Baus hat eine kämpferische Vorgeschichte. Foto: Ketterl
09.03.2018

Kirche ohne Turm in Ispringen

Ispringen. Mit Interesse verfolgt der Ispringer Heinz-Jürgen Klutz, die kurzen Geschichten zu Kirchenbauten, wie sie die „Pforzheimer Zeitung“ seit einiger Zeit in der Bilder-Reihe „Gottes Häuser“ erzählt. Die Siloah-Kirche seiner Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Ispringen hat der frühere Geschäftsführer des Christlichen Hospizes Pforzheim Enzkreis dabei noch nicht entdeckt.

„Liegt das daran, dass unsere Kirche keinen Turm hat?“, fragt Klutz die PZ. Das ist nicht so: Besonders Gotteshäuser der Nachkriegszeit sind in der Region nicht selten turmlos. Allerdings steckt nicht oft eine so kämpferische Geschichte dahinter wie bei den Ispringer Lutheranern. Die erzählt Klutz an Ort und Stelle zusammen mit Pfarrer Rainer Trieschmann. Von der Entstehung selbstständiger Lutherischer Gemeinden in den Jahren nach der Union der protestantischen Kirchen in Baden von 1821. Davon wie 1855 drei Männer aus Ispringen zum Landesherrn nach Karlruhe reisten, um persönlich diese Selbstständigkeit durchzusetzen. Von ihrem Erfolg und von der Siloahkirche, die die Mitglieder mit eigenen Händen bauten. Seit 1860 steht das Gotteshaus. Allerdings ohne Turm. Der Sage nach als Zeichen, dass man doch nicht vollständig anerkannt war. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.