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Dekan Dr. Christoph Glimpel schlüpft in die Rolle Martin Luthers und schlägt die 95 Thesen – in zeitgenössischer Sprache¨ – an die Tür der Göbricher Kirche. Auch Bürger hatten sie zuvor an möglichst vielen Türen, Fenstern, Gartentoren oder Garagentüren in Göbrichen angebracht.  Dietrich
Dekan Dr. Christoph Glimpel schlüpft in die Rolle Martin Luthers und schlägt die 95 Thesen – in zeitgenössischer Sprache¨ – an die Tür der Göbricher Kirche. Auch Bürger hatten sie zuvor an möglichst vielen Türen, Fenstern, Gartentoren oder Garagentüren in Göbrichen angebracht. Dietrich
01.11.2017

Kirchen in der Region feiern auf vielfältige Weise den Reformationstag

500 Jahre ist es her, dass Martin Luthers 95 Thesen das erste mal in Umlauf kamen und er sie an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt haben soll.

Daran erinnerte am Dienstag auch der Göbricher Pfarrer und Dekan für Pforzheim-Land, Christoph Glimpel, der Luthers Thesen an das Kirchentor von Sankt Ulrich anschlug. Neben dem Talar, der einst vom Reformator eingeführt wurde, trug er ein Luther-Barett. „Anders als vor 500 Jahren, haben wir nun für Göbrichen einen bildlichen Beweis dafür, weil es durch unseren örtlichen Reporter festgehalten wird“, freute sich der Geistliche, der darauf anspielte, dass die Historizität des Ereignisses durchaus umstritten ist.

Anlässlich des Reformationsjubiläums, das einmalig mit einem bundesdeutschen Feiertag begangen wurde, war in Göbrichen ein Gottesdienst des Kirchenbezirks Pforzheim-Land, unter musikalischer Begleitung von Bezirkskantor Wolfgang Bürck und an der Trompete durch Michael Werner aus Mühlacker, vorausgegangen.

Feier der Erneuerung

Daran, dass Luther eine kulturelle und religiöse Bewegung ins Leben gerufen hat, erinnerte Dekan Joachim Botzenhardt bei der Eröffnung des Reformationsgottesdiensts in der evangelischen Stadtkirche Neuenbürg. Er brachte in der Predigt zum Ausdruck, dass Reformation Erneuerung bedeutet. Erneuernde Erkenntnis war aber das allgemeine Priestertum der Glaubenden. „Jeder Christ sollte für den Nächsten ein Priester werden und ihn auf seinem Rücken tragen.“

Foto und Text Jürgen Keller

In Remchingen feierten die drei evangelischen Kirchengemeinden gemeinsam Gottesdienst zum Jubiläum. In Wimsheim gab es zum Festgottesdienst in der Michaelskirche mittelalterliche Impressionen und Kostüme, Tänze der Landfrauen, Imbiss mit Kürbissuppe, Most und Brot, aber auch eine Bildershow zum Lutherjahr und eine Church-Night (Kirchennacht) in Wimsheim. „Luther und Church-Night statt Halloween“ lautete die Devise.