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Gemeinsam in die Zukunft: Die Ortsausschuss-Vertreter freuten sich mit dem Vorsitzenden des Gesamtkirchengemeinderats, Bernd Brandl (Sechster von links), auf die Zusammenarbeit. Der ehemalige Schömberger Pfarrer Johannes Luithle (Zweiter von rechts) hielt die Predigt, Reinhold Burgbacher (Vierter von links) wurde für 40 Jahre als Kirchengemeinderat geehrt.   Molnar
Gemeinsam in die Zukunft: Die Ortsausschuss-Vertreter freuten sich mit dem Vorsitzenden des Gesamtkirchengemeinderats, Bernd Brandl (Sechster von links), auf die Zusammenarbeit. Der ehemalige Schömberger Pfarrer Johannes Luithle (Zweiter von rechts) hielt die Predigt, Reinhold Burgbacher (Vierter von links) wurde für 40 Jahre als Kirchengemeinderat geehrt. Molnar
21.01.2018

Kirchengemeinden feiern in Schömberg ihren Verbund

„Heute kommt zusammen, was zusammengehört“, sagte Johannes Luithle. Der Direktor der Liebenzeller Mission, der bis Ende 2017 Pfarrer in Schömberg war, muss es wissen, hat er doch den Zusammenschluss der evangelischen Kirchengemeinden Schömberg, Oberlengenhardt und Langenbrand initiiert.

Viele Jahre haben diese bereits kooperiert. Am 1. Januar 2018 trat die Fusion in Kraft, am 9. Januar fand die konstituierende Sitzung des neuen Gesamtkirchengemeinderats statt. Vorsitzender des Gremiums ist Bernd Brandl. Zum gestrigen Startgottesdienst der neuen Verbundkirchengemeinde (VKG) im Kurhaus Schömberg, der zugleich Abschluss der Allianzgebetswoche war und von Pfarrerin Dorothee Søvde organisiert wur-de, kam Luithle als Prediger noch einmal zurück.

Die knapp 200 Gäste aus allen fünf Gemeinden – auch aus Bieselsberg und Schwarzenberg – saßen an festlich gedeckten Tischen. „Die drei Kirchengemeinden feiern ihre Verbundenheit“, sprach Luithle weiter. Wichtig sei auch Geduld, wenn es einmal nicht weitergehe.

Gemeinsam wurde das Lied „Stern, auf den ich schaue“ gesungen und vom Posaunenchor der evangelischen und methodistischen Kirchengemeinde unter Leitung von Andrea Fisel begleitet. Den Gottesdienst moderierten Daniela Peußer und Karlheinz Walz, der eingangs als Pilger erschien – passend zum Thema der Gebetswoche „Als Pilger und Fremde unterwegs“.

Vertreter aus allen Gemeinden gestalteten die Fürbitten. Bevor der Gottesdienst mit dem wegweisenden Stück „Are you ready?“ ausklang, wurde Reinhold Burgbacher für seine 40-jährige Tätigkeit als Kirchengemeinderat mit einer Ehrenurkunde und einem Gutschein geehrt.

Beim Festakt sprach Bürgermeister Matthias Leyn Anerkennung „für die mutige Entscheidung“ aus. Es gehe um das Zusammenführen von Interessen und Eingehen von Kompromissen, um ein neues Miteinander. „Gemeinsam geht vieles besser als einsam“, sagte VKG-Vorsitzender Brandl. Es gebe nun einen Kirchengemeinderat, dessen wichtigste Aufgabe die Suche eines neuen Pfarrers sei; dennoch blieben alle Kirchengemeinden rechtlich selbstständig. Die Gebäude würden so in deren Besitz bleiben. Zudem gebe es in jeder Gemeinde einen Ortsausschuss, der die jeweiligen Interessen vertritt.

Weitere Grußworte wurden überbracht, etwa von Langenbrands Ortsvorsteher Siegfried Wankmüller, der südländisch an-gehauchte Namen für die VKG vorschlug – etwa „Schöm-O-La“ oder „La Schömo“. Eine Dorf-klatschszene und Tafelmusik zur servierten Kartoffelsuppe rundeten die Feierstunde ab.