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Für gute Stimmung sorgt im Glassaal des Remchinger Römermuseums Heinz Buschmann (von rechts) mit Autorin Simone Judith Schreiber, Künstlerin Erika Elisabeth Weikert und der „Stellwerksband“. Foto: Zachmann
Für gute Stimmung sorgt im Glassaal des Remchinger Römermuseums Heinz Buschmann (von rechts) mit Autorin Simone Judith Schreiber, Künstlerin Erika Elisabeth Weikert und der „Stellwerksband“. Foto: Zachmann
02.11.2015

Klänge, Worte, Impressionen“ sorgen im Römermuseum für Unterhaltung

Der Mond begleitet einen Zuschauer nach dem anderen in den Glassaal des Remchinger Römermuseums. „Wer friert, rückt einfach näher an den Nachbarn“, ruft Heinz Buschmann und gibt das Feuer frei für einen kulturellen Abend der etwas anderen Art.

Gemeinsam mit Freunden und Wegbegleitern hat er zugunsten des Römermuseums und des Remchinger Netzwerks Asyl einige Überraschungen vorbereitet.

„Wenn der Maibaum wieder im Dorfe steht“, schallt es von der Bühne, auf der die „Stellwerkband“ für Stimmung sorgt. Der Gute-Laune-Funke springt über, schließlich unterstützt der Remchinger Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon die Band mit kräftigen Basstönen, die nicht nur bei seiner Frau Kirsten und dem wenige Wochen alten Kaspar gut ankommen.

Heinz Buschmann, der Anfang der 90er-Jahre die musikalische Truppe um Elke Ruf, Gisbert Hagmaier, Günter Krauß und Wilfried Grill im alten Wilferdinger Stellwerk II mitbegründet hatte, begleitet fröhlich an der Mundharmonika und übersetzt die englischen Strophen von „Imagine“.

Im Einklang zu den angestrahlten, abstrakten Landschaftsbildern von Erika Elisabeth Weikert regt Simone Judith Schreiber mit ausgewählten, lyrischen Kurztexten aus ihrer Feder immer wieder zum Nachdenken an und gibt zu bedenken: „In des Lebens Kürze fehlt zu oft die Würze.“

Mit Humor gewürzt

Ordentlich gewürzt und mit viel Humor gespickt sind jedoch die Worte der Wilferdinger Waschweiber Helene Schwarz und Monika Foemer, die selbst den Bürgermeister aufgrund seines musikalischen Talents nicht ungeschoren lassen: „Mol dirigiert er, mol spielt er die erste Geige und dann trommelt er wieder sei Leit zusamme.“ Der Metzger habe verlauten lassen „Meine Zukunft ist mir wurschd“ und in Möbelprospekten sei zu lesen „Billige Sofas setzen sich immer mehr durch“, also fehle auch ihnen noch der richtige Slogan – etwa „Mit den Waschweibern eingegangen.“ Sicher aber nicht an diesem Abend, dessen außergewöhnlich bunte Kulturmischung die Zuschauer mit einem lang anhaltenden Applaus zu schätzen wissen, nachdem im originellen Rahmen einer Versteigerung drei Gemälde samt Blumenarrangement zugunsten des Remchinger Museums und der Flüchtlingsarbeit einen neuen Besitzer gefunden haben.