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Der Kämpfelbacher Gemeinderat hält am neuen, gemeinsamen Standort der beiden Abteilungen fest. Im Bild: Die Freiwillige Feuerwehr in Bilfingen bei einer Brandschutzdemonstration für den Nachwuchs. Foto: Martin Schott, PZ-Archiv
Der Kämpfelbacher Gemeinderat hält am neuen, gemeinsamen Standort der beiden Abteilungen fest. Im Bild: Die Freiwillige Feuerwehr in Bilfingen bei einer Brandschutzdemonstration für den Nachwuchs. Foto: Martin Schott, PZ-Archiv
09.12.2015

Klare Reihenfolge: zuerst Flüchtlinge, dann die Feuerwehr

Kämpfelbach. Der Kämpfelbacher Gemeinderat hat sich intensiv mit den Belangen der Feuerwehr beschäftigt. Dabei ging es auch um den neuen Feuerwehrstandort, der von einigen im Rat als Konkurrenz zu einem Flüchtlingsstandort gesehen wird.

Der Gemeinderat Kämpfelbach verabschiedete nach einem intensiven Meinungsbildungsprozess innerhalb der Feuerwehr und innerhalb des Rates in den vergangenen beiden Jahren den Feuerwehrbedarfsplan 2016 bis 2021 für die Freiwillige Feuerwehr mit den Abteilungen Ersingen und Bilfingen. Bei der Ratssitzung äußerten sich auch Kreisbrandmeister Christian Spielvogel und Gesamtkommandant Udo Frey zu den Inhalten der Planung. Fast wäre eine Entscheidung im Zusammenhang mit der schwelenden Standortfrage für Asylbewerberunterkünfte bis auf weiteres verschoben worden (PZ berichtete). Doch Wortbeiträge von Ratsmitgliedern, die auf eine fällige Entscheidung pochten, machten die Abstimmung mit einer Ergänzung des Beschlusstextes bei einem Stimmenverhältnis von 14 Ja-Stimmen, nur einer Gegenstimme und zwei unentschlossenen Enthaltungen möglich.

So hielt im Laufe der Diskussion Eddi Vögele (FWV) dem Rat den Spiegel vor und sagte: „Wie zu hören war, schätzen alle den Einsatz unserer Feuerwehr – aber, dann wird bei dieser Entscheidung wieder verzögert. Wie will man so diese ehrenamtlich tätigen Mitbürger motivieren, wenn man sie in Unsicherheit lässt? Wir wollen doch erreichen, das die beiden Feuerwehrabteilungen zusammenwachsen.“ Thomas Seyffarth trug später unter dem Beifall der anwesende Feuerwehrangehörigen auch entscheidend zur endgültigen Abstimmung bei. Man könne völlig unabhängig von der Asyl-Standortfrage diesem wichtigen Konzept zustimmen, weil man bei der Umsetzung dieser Absichtserklärung nichts übers Knie brechen müsse, war seine Meinungsäußerung.

So wurde von Bürgermeister Udo Kleiner eine Ergänzung des Textes vorgeschlagen. Jetzt heißt es in der Absichtserklärung: „Sollten sich einzelne Verfahrensschritte (beispielsweise wegen der Unterbringung von Asylbewerbern) verzögern, ist klar, dass sich das Ziel des Einzuges in ein neues Feuerwehrhaus (geplant im Jahr 2020) verschieben wird“. Was beinhaltet der Feuerwehrbedarfsplan? Er ist zunächst eine Bestandsaufnahme über die Feuerwehrstruktur. Ab Sommer 2016 sollen Arbeitsgruppen der Feuerwehrkameraden die Neustrukturierung der „Feuerwehr Kämpfelbach“ vorbereiten. Fürs Frühjahr 2017 ist die Änderung der Feuerwehrsatzung vorgesehen.

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