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Stolz hält Vanessa Dietrich im Nußbaumer Heimatmuseum die Nachbildung einer  Herkules-Statuette in ihren Händen. Doch nur für einen kurzen Moment, da der  junge Mann in einer Glasvitrine an einer Wand eingeschlossen bleibt. Elvira  Knothe, Vorsitzende des Heimatvereins Nußbaum, (rechts) freut über die kostbare  Neuerung mit Vanessas Schwester Verena (hinten) und Friedrich Morschek.
Stolz hält Vanessa Dietrich im Nußbaumer Heimatmuseum die Nachbildung einer Herkules-Statuette in ihren Händen. Doch nur für einen kurzen Moment, da der junge Mann in einer Glasvitrine an einer Wand eingeschlossen bleibt. Elvira Knothe, Vorsitzende des Heimatvereins Nußbaum, (rechts) freut über die kostbare Neuerung mit Vanessas Schwester Verena (hinten) und Friedrich Morschek. © Dietrich
04.11.2011

Kleiner, nackter Mann erregt die Öffentlichkeit in Nußbaum

NUSSBAUM. Auf großes Interesse, nicht nur bei der Damenwelt, stößt neuerdings ein junger, muskulöser, nackter und ungenierter Mann in Nußbaum. Doch eigentlich lebte der „Neugeborene“ bereits vor fast 2000 Jahren auf einem römischen Gutshof.

Der lag gut ein Kilometer südöstlich von Nußbaum, auf der ehemaligen Gemarkung des Dorfes Weiher nahe der Grenze zu Bauschlott. Er hält eine Keule in der Hand, wenngleich er nur 28,5 Zentimeter hoch ist.

Laut Elvira Knothe, Vorsitzende des Heimatvereins Nußbaum wurde bei einer Vorstandssitzung im Frühjahr der Beschluss gefasst, mit dem Landesmuseum in Stuttgart Kontakt aufzunehmen, um eine Kopie der dort befindlichen Herkules-Statuette für das Heimatmuseum zu bekommen. Sie wurde jüngst in Karlsruhe durch die Firma Bornkessel aus Keramik gegossen und sieht der echten Statu zum Verwechseln ähnlich. Die Entdeckung des Originals im Jahre 1788 ist dem Nußbaumer Bürger, Bauer und Tagelöhner Jacob Gauß zu verdanken. pd