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Die kleine und mittlere Garde beim Klemmer Warm-up. © Keller
06.11.2016

"Klemmer" starten in Schwann in die fünfte Jahreszeit

Schwann. „Im Februar zur großen Prunksitzung doch wieder nach Gräfenhausen zurück kehren zu können“, das ist die Hoffnung von Harald „Olli“ Pfisterer, dem Narrenpräsidenten der Faschingsgesellschaft „Die Klemmer“. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt“, bekräftigte der Narrenkapo in der Ausweich-Sixt-Narhalla in Schwann, beim „Warm Up“ zum Start in die fünfte Jahreszeit.

Pfisterer dankte daher der Gemeinde Straubenhardt, den Klemmern bereits zum zweiten Mal „Asyl“ zu gewähren. Der Klemmer-Präsident stellte den Jahresorden vor, den ein Ortsschild „Gräfenhausen Ortsteil Weingärtle Ost“ ziert mit der Aufschrift „Haus an Haus, Stein auf Stein, das Weingärtle wird bald fertig sein“. Mit dem neuen Wohnraum verbindet der Ameisen-Präsident eine weitere Hoffnung, dass die neuen Mitbürger dann neue Interessen und Mentalitäten mitbringen, die nicht nur der Vielfältigkeit der Gemeinde gut tun, sondern auch Schwung in vielleicht so manches Vereinsleben bringen.

Bildergalerie: "Klemmer" starten in Schwann in die fünfte Jahreszeit

Den ersten Jahresorden verlieh Pfisterer der scheidenden Prinzessin Monique I. Der Lieblichkeit war es ein besonderes Anliegen, sich vor der Rückkehr ins bürgerliche Leben, persönlich zu verabschieden, denn die Regentschaft bezeichnete sie als grandios. Geradezu genial war auch die tänzerische Vorstellung der neuen Kirschengäu-Prinzessin, die im Vorfeld streng geheim gehalten wurde. Die Halle in Begeisterung versetzen beim gemeinsamen Auftritt das große Tanzmariechen Jaqueline Kuhn zusammen mit den kleinen Tanzmariechen Laureen Kuhn und Emelie Ried, für die der Gardemarsch gleichzeitig Premiere war. Vom Publikum fast unbemerkt, tanzte sich das große Tanzmariechen von der Bühne. Ersetzt wurde sie vom Nachwuchsmariechen Maya Brand. Übergeleitet wurde der Wechsel durch eine Nebel-Tanzeinlage mit goldenen Engelsflügeln von Tanztrainerin Nicole Brand, der Ameisenprizessin von der Kampagne 2009/2010.

Riesenjubel brandete von den Gardemitgliedern auf, als hinter den Engelsflügeln, mit dem großen Tanzmariechen, die sich in Windeseile umgezogen hatte, sich die neue Prinzessin präsentierte. „Närrin bin ich seit 17 Jahren voll und ganz, lernte schon in der Garde und als Tanzmariechen den Tanz“, verkündete freudestrahlend die sympathische Narren-Lieblichkeit, die nicht nur von den weiblichen Besuchern neidvolle Anerkennung wegen ihrem traumhaften dunkelblauen Ballkleid erfuhr. Die 24-jährige Gräfenhäuserin, die schon immer den Wunsch hatte, die Klemmer als Prinzessin vertreten zu dürfen, brachte zum Ausdruck, dass sie die Regentschaft mit einem lachenden und weinenden Auge antritt, denn sie hätte schon noch gerne weiter getanzt. Eine Wiederaufnahme nach einem Jahr schloss sie deshalb nicht aus.

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