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18.05.2017

Klimawandel: Eiche und Douglasie als Gewinner

Eisingen. Über aktuelle Entwicklungen im Gemeindewald informierten Eisingens Revierförster Michael Steinbeck und der stellvertretende Forstamtsleiter des Enzkreises, Andreas Roth, bei der Waldbegehung mit Bürgermeister Thomas Karst, zahlreichen Gemeinderäten und Vertretern der Jägerschaft.

Fast 50 Prozent der im Eisinger Wald geernteten Holzmasse wird für den Brennholzbedarf der Ei-singer Bevölkerung verwendet. Nicht für den Kamin, sondern für das Sägewerk sind allerdings die 110 Jahre alten Douglasienstämme bestimmt, die derzeit entlang des „Neuen Weges“ auf ihren Abtransport warten. Ein paar Stämme sind es nur, aber die bringen 28 Festmeter hervorragendes Holz auf die Waage und erlösen fast anderthalbmal soviel wie die entsprechende Menge Buchenholz. Überhaupt machen die Douglasien im Eisinger Gemeindewald Freude. Der wuchsfreudige Baum, der in gleicher Zeit fast doppelt soviel Holz produziert als eine Buche, zeigt sich Schädlingen gegenüber praktisch unanfällig und kommt auch mit weniger Bodenfeuchte klar, als dies etwa bei Fichte oder Tanne der Fall ist.

Das Fazit von Steinbeck: „Der Wald wird durch den Klimawandel nicht sterben.“ Aber es wird Verschiebungen bei den Baumarten geben. Bei den Laubbäumen dürfte die Eiche, bei den Nadelbäumen die Douglasie besser als andere mit höheren Temperaturen und geringerem Niederschlag in der Vegetationszeit klarkommen.