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Ulrich Bürger vom Kommunalverband Jugend und Soziales. Foto: Kollros
Ulrich Bürger vom Kommunalverband Jugend und Soziales. Foto: Kollros
12.10.2015

Knaller der Altersanalyse: Erziehungswissenschaftler fordert mehr Engagement für Kinder

Da kommt was zu auf die Region: Die Zahl der alten Menschen werde ganz gehörig zunehmen, bis zum Jahr 2020 sei das noch ein laues Lüftchen, bis 2030 aber werde es knallen, sagt Ulrich Bürger voraus. Der Erziehungswissenschaftler vom Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS) erläuterte im Jugendhilfe-Ausschuss des Kreistags den Mitgliedern des Gremiums die Ergebnisse seiner umfangreichen Studie. Die Analyse zeige, was der Enzkreis gut macht, um die Herausforderungen zu meistern. Das reiche aber nicht, sagte Bürger.

Der Handlungsbedarf werde immer größer, der Kreis müsse sich noch stärker für Kinder und Familien engagieren.„Die Entwicklung zu einer Bevölkerung, die älter und älter wird, ist nicht mehr umkehrbar“, sagte Ulrich Bürger. Das heiße aber nicht, nun alles Geld in Seniorenprojekte zu stecken. Ganz im Gegenteil: „Es scheint paradox, aber die Landkreise sollten in die Jugend investieren.“ Die Kommunalpolitik stehe vor „einem kritischen Jahrzehnt“. Bis zum Jahr 2025 werde im Enzkreis die Altersgruppe bis 21 um rund 13 Prozent zurückgehen – in der besonders wichtigen Gruppe von 15 bis 18 betrage der Verlust sogar etwa 25 Prozent.

Deshalb dürfe „kein Kind verloren gehen“, deshalb sei Bildung so wichtig. „Und das ist mehr als Schulunterricht, wir müssen jungen Leuten helfen, die Persönlichkeit auszubilden.“ Auch deshalb seien die Kreise gefordert, in der Jugendhilfe zuzulegen, sagte der Erziehungsfachmann.

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