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Redner: Kielburger überzeugt auch am Mikrofon. Ob im Bürgermeisterwahlkampf wie hier 2006 oder im Landtag.
Redner: Kielburger überzeugt auch am Mikrofon. Ob im Bürgermeisterwahlkampf wie hier 2006 oder im Landtag.
Planer: Der Bürgermeister entwickelte die Gemeinde. Hier 2006 mit dem damaligen Regionalverbandsdirektor Kück.
Planer: Der Bürgermeister entwickelte die Gemeinde. Hier 2006 mit dem damaligen Regionalverbandsdirektor Kück.
Sozialdemokrat: 2013 ehrte die SPD Kielburger gemeinsam mit dem früheren Bundestagspolitiker Wolfgang Roth.
Sozialdemokrat: 2013 ehrte die SPD Kielburger gemeinsam mit dem früheren Bundestagspolitiker Wolfgang Roth.
24.08.2017

Königsbach-Steiner Bernd Kielburger wird heute 70 Jahre alt

Er steckt immer noch voller Elan, der ehemalige Bürgermeister von Königsbach-Stein. Bernd Kielburger feiert heute fernab der eigenen vier Wände seinen 70. Geburtstag. Aus dem kommunalpolitischen Tagesgeschehen hält Kielburger sich betont heraus, genießt seit fünf Jahren zusammen mit Ehefrau Ingrid den Ruhestand und legt gleichwohl die Hände nicht untätig in den Schoß. In der Familie, aber auch noch immer im öffentlichen Leben.

So steht bei den Eheleuten Wandern hoch im Kurs, ebenso Besuche bei den Enkelkindern in Wiesbaden, und nicht zuletzt warten die Gäste der Tagespflege in Königsbach auf Kielburgers wiederkehrende Besuche. Dort bringt er den betagten Mitbürgen beim Vorlesen von Zeitungen die aktuellen Ereignisse nahe oder stimmt gängige Lieder an, die noch in den Gedächtnissen der Senioren präsent sind. Sportliche Herausforderungen findet der ehemalige Leichtathlet beim Training für das mittlerweile mehrfach absolvierte goldene Sportabzeichen. Und: Vor gut einem Jahr wurde Bernd Kielburger als Stellvertreter ins Präsidium des Badischen Sportbunds Nord gewählt – als Vizepräsident für Finanzen und Zuschusswesen. Eine Aufgabe, die ihn immer wieder in die Sportvereine der Region führt.

Kielburgers berufliche Laufbahn – nach dem Abitur in Karlsruhe – hätte abwechslungsreicher nicht sein können: Lehrer, Gemeinderat und Kreisrat, 21 Jahre lang Landtagsabgeordneter für die SPD und 22 Jahre lang Bürgermeister. Nach mehr als 41 Jahren im öffentlichen Dienst ging Kielburger 2012 auf eigenen Wunsch zwei Jahre vor Ende seiner regulären Amtszeit in den Ruhestand. Und auch den Tag seiner offiziellen Verabschiedung, die er mit mehr als 500 Ehrengästen und Mitbürgern in der Königsbacher Festhalle feierte, hatte er nicht dem Zufall überlassen: Just an seinem 65. Geburtstag versammelte er Freunde, Wegbegleiter und Familie, um gemeinsam zurück und auch nach vorn zu blicken.

Kielburgers Laufbahn im Stuttgarter Landtag hatte im Schul- und im Petitionsausschuss begonnen. Während seiner fünf Wahlperioden war er zudem – teils federführend – in weiteren entscheidenden Ausschüssen tätig. Er war Mitglied des Rundfunkrats (1981 bis 1995), Vorsitzender des Fernsehausschusses (1987 bis 1995), Verwaltungsrat des Süddeutschen Rundfunks und Vorsitzender des Personalausschusses (1995 bis 1998) und von 1998 stellvertretendes Verwaltungsratsmitglied des Nachfolgesenders SWR.

In der Gemeinde hat Kielburger seine Spuren hinterlassen. Allein in seinen ersten beiden Amtsperioden wurden Investitionen in einer Gesamthöhe von nahezu 83,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht und überwiegend aus Eigenmitteln der Gemeinde finanziert. Davon floss ein großer Teil in Schulen und Kindergärten, die ihm besonders am Herzen lagen. Die Einwohnerzahl stieg von 8700 auf 9880, die Zahl der Arbeitsplätze verdoppelte sich auf über 3600. Bei seinem Rückzug aus dem Amt hatte Kielburger stabile finanzielle Verhältnisse geschaffen, viel bewegt, viel erreicht und ein wohlbestelltes Feld hinterlassen. Das erkennen auch der heutige Gemeinderat, Bürgermeister und Gemeindeverwaltung an.