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Auf diesem Gelände in Königsbach in der Nähe zum Industriegebiet Allmendwiesen, wird der Enzkreis Wohncontainer für 84 Flüchtlinge installieren. Der Gemeinderat stimmte zu . Foto: Faulhaber
Auf diesem Gelände in Königsbach in der Nähe zum Industriegebiet Allmendwiesen, wird der Enzkreis Wohncontainer für 84 Flüchtlinge installieren. Der Gemeinderat stimmte zu . Foto: Faulhaber
18.11.2015

Königsbach-Steiner Gemeinderat hilft Enzkreis bei Flüchtlingsaufnahme

Einstimmig folgte der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung, den Standort „Bruhrain“ in Königsbach für die Aufstellung einer zweireihigen, zweigeschossigen Wohncontaineranlage zur Unterbringung von maximal 84 Asylbewerbern dem Enzkreis vorläufig für zehn Jahre (aus Abschreibungsgründen) kostenlos zu überlassen.

Es ist das einzige gemeindeeigene Grundstück in Königsbach, auf dem sich ein solches Projekt realisieren lässt. Ebenso einhellig stimmte der Rat dem entsprechenden Bauantrag des Enzkreises zu. Die Anlage wird nach Beendigung der Unterbringung rückgebaut und das Grundstück in seiner jetzigen Form wieder hergestellt.

Bürgermeister Heiko Genthner hatte zu Beginn der von 150 Bürgern besuchten Sitzung in der Königsbacher Festhalle an die große Herausforderung von Bund, Ländern und Kommunen erinnert, Flüchtlinge unterzubringen, und an den weiterhin dringend benötigten Wohnraum für deren Anschlussunterbringung.

Udo Mack (CDU) unterstrich mit Blick auf die vor Unterdrückung, Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat Fliehenden „sie haben ein Recht auf Asyl – und wir die Pflicht, sie bei uns aufzunehmen.“ Mack weiter, „nehmen wir gemeinsam die Aufgabe an, die heute und jetzt uns als Mitmenschen und Christen herausfordert.“ Die Nutzung von Hallen, die für Schulunterricht und Vereine zur Verfügung stehen, schließe man aus, Zeltunterbringung ebenso. So bliebe nur die Containerlösung.

Wie alle Fraktionen und der Rathauschef richtete Mack Dank an die im Rahmen des „Runden Tisches Asyl“ engagierten Ehrenamtlichen.

Hansjörg Howe (SPD) schloss sich den Ausführungen Macks an. „Ich will nicht sagen, wir schaffen das“, so Howe: „Wir müssen das schaffen.“ Man müsse diese Aufgabe gemeinsam lösen und noch einen Standort in Stein bestimmen, damit die Asylsuchenden auf beide Ortsteile gleich verteilt werden. Thomas Kaucher (FWV) sagte, „wir stehen in der Pflicht, unsere Aufgabe zu erfüllen, wie es im ganzen Land und im Kreis geschieht.“ Das Ringen um freistehenden Wohnraum sollte weiter gehen, weil es das bessere Konzept für die Integration der Flüchtlinge sei.

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