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Kiefernzapfen – sogenannte Hobbele – gilt es schnell über einen Balken zum Mitstreiter zu bringen. Die Laufteilnehmer beim Königsbacher Dorffest geben ihr Bestes. Gewinner diesmal: Die Truppe des Musikvereins. Faulhaber
04.09.2016

Königsbacher Dorffest erweist sich als Renner

Mit schmissiger Blasmusik eröffnete der Musikverein „Harmonie“ Königsbach das 19. Dorffest, bevor Bürgermeister Heiko Genthner alle willkommen hieß. Er richtete Dank an die vielen Helfer, die bei den Vorbereitungen und der Organisation aktiv waren. Genthner würdigte besonders das Engagement der Vereinssprecherin Sandra Purgar.

Bildergalerie: Viele Besucher beim Königsbacher Dorffest - Teil 1 -

Das Dorffest bedeute nicht nur eine Abwechslung im Alltagsleben, sondern auch ein Stück Lebensqualität für die Bürger. Ein besonderer Willkommensgruß Genthners galt dem Film-Team des SDR, das für das Morgenmagazin drehte - und das auch noch spät am Abend.

Zwölf Mannschaften am Start

Bildergalerie: Viele Besucher beim Königsbacher Dorffest - Teil 2 -

Bevor Sandra Purgar die insgesamt zwölf Mannschaften in Zweierteams über die Strecke des traditionellen „Hobbeleslaufs“ schickte, brachte der Schultes mit zwei routinierten Schlägen das bereitgestellte Bierfass zum Sprudeln. „Hobbele“ (Kiefernzapfen) werden die Königsbacher im Volksmund genannt, und Hobbele waren einst begehrtes Brennmaterial. Recht viele zu sammeln, und dabei auch noch schnell zu sein, lautete damals wie heute die Devise. Also rannten und sammelten die Teilnehmer, was das Zeug hielt. Doch nicht nur das Lauftempo zählt, um zu gewinnen, man muss auch möglichste viele Hobbele bei diesem 90 Meter langen Staffellauf über die Strecke retten. Leider war das Mikrofon verschollen, so dass nicht alle die relevanten Informationen hören konnten. Am Ende gewannen diesmal nicht die Seriensieger vom CVJM, sondern die Truppe des Musikvereins, vor den Keglern und dem Jugendcafé „absurd.“

Anschließend warteten Vereine und Gaststätten mit allerlei Spezialitäten auf hungrige Gäste. In riesigen Pfannen wurden Schnupfnudeln mit Kraut bereitet, auf den Grills brutzelten Sänger-Würste, Steaks oder Forellen und neugierige Feinschmecker probierten „Trdelnik“, eine leckere böhmische Süßspeise. Darüber hinaus war das Kaffee- und Kuchenangebot gewohnt reichhaltig und die offerierten Getränke ließen auch keine Wünsche offen. Dazu kam ein Unterhaltungsprogramm, das zum großen Teil der CVJM bestritt, mit Flohmarkt, Torwandschießen und Kinderschminken. Gefragt waren auch das Glücksrad und die Blumentombola. Allerdings vermissten viele Kinder das angekündigte Karussell. Das lag wohl am Platzproblem.

Live-Musik und solche aus der Konserve war allenthalben zu hören, so dass die zahlreichen Besucher die Qual der Wahl hatten. Gut gelaunt und entspannt genossen viele die laue Sommernacht bis in die Morgenstunden. Leicht abgekühlt ging’s am gestrigen Sonntag weiter, so dass die beteiligten Vereine und ihre Schatzmeister genügend Grund zum Strahlen hatten.