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Mit großen Maschinen erntet Martin Ehrismann die kleinen Getreidekörner, die er in der Hand hält. Foto: Roller
Mit großen Maschinen erntet Martin Ehrismann die kleinen Getreidekörner, die er in der Hand hält. Foto: Roller
23.08.2017

Königsbacher Landwirt zieht Bilanz nach Getreideernte

Vier Wochen hat die Getreideernte auf dem Eichhälder Hof gedauert. Eine Ernte, für die der Königsbacher Landwirt Martin Ehrismann früh aufstehen musste und erst spät ins Bett kam. „Da hat man schon mal 16-Stunden-Tage“, erzählt Ehrismann.

Um sechs Uhr morgens begann während der Erntezeit für ihn und seine Helfer der Tag. Aber nicht etwa direkt mit dem Ernten, sondern mit diversen Vorarbeiten: Oft musste noch die Ernte des Vortags abgeladen werden und auch die Erntemaschine brauchte ihre Pflege: Kraftstoff nachfüllen, Abschmieren, sämtliche Filter reinigen. Erst gegen zehn Uhr, wenn der Tau verschwand, begann die eigentliche Ernte auf dem Feld.

Reine Nervensache

Drei Helfer – zwei Schlepperfahrer und ein Mähdrescher-Fahrer – gingen Ehrismann dabei zu Hand. Wenn sie Zeit hatten, halfen ihm auch seine Söhne. „Wir sind eben ein Familienbetrieb.“ Gearbeitet wurde oft bis abends die Sonne unterging. Wenn Tau aufkam, war Schluss. Die Schlepperfahrer brachten das Erntegut in den Hof, wo es in Silos gelagert wird. Wenn das Wetter mitspiele, sei die Ernte heute im Vergleich zu früher deutlich leichter, sagt Ehrismann. Körperlich sei das Ganze nicht übermäßig anstrengend. „Das ist eher eine Nervensache.“ Ständig hoffte Ehrismann auf gutes Wetter zum Ernten. „Was im Juli auf den Feldern steht, ist die Arbeit eines ganzen Jahres.“ Deshalb müssen er und seine Helfer ernten, solange es möglich ist. Manchmal auch sonntags und bis in die späten Abendstunden hinein.

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